Zweiter Gesang.
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27 .
Und in der Fern' erblicken sie in BüschenEin Schloß, das, wie aus Abcndroth gewebt,
Sich schimmernd in die Luft erhebt.
Mit Augen, worin sich Lust und Grauen mischen,
Und zwischen Traum und Wachen zweifelhaftSchwebt Hüon sprachlos da nnd gafft;
Als plötzlich auf die goldnen Thüren flogenUnd rollt' ein Wagen daher, den Leoparden zogen.
28 .
Ein Knäbchen, schön, wie auf Cytherens SchoostDer Liebesgott, saß in dem Silberwagen,
Die Zügel in der Hand. — Da kommt er auf uns los,Mein bester Herr, ruft Schcrasmin mit Zagen,
Indem er Hüons Pferd beim Zaume nach sich zieht:
Wir sind verloren! flieht, o flieht!
Da kommt der Zwerg! — Wie schön er ist! spricht jener —„Nur desto schlimmer! Fort! und war' er zehnmal schöner."
29 .
„Flieht, sag' ich euch, sonst ist's um uns gethan!"
Der Ritter sträubt sich zwar, allein da hilft kein Sträuben;
Der Alte jagt im schnellsten Flug voran
Und zieht ihn nach, und hört nicht auf zu treiben,
Zu jagen über Stock und Stein,
Durch Wald und Busch, und über Zaun und GrabenZu setzen, bis sie aus dem HainIns Freie sich gerettet haben.
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