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Oberon
Entstehung
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Oberon.

L

24.

Sie disputirtcn oft bei einer Flasche Wein;

Doch, wenn das letzte Glas zu Kopf zu gehn Legonntc,So mischten sie so viel Latein darein,

Daß unser einer kaum ein Wort verstehen konnte.

Da dacht' ich oft: schwatzt noch so hoch gelehrt,

Man weiß doch nichts, als was man selbst erfährt;

Ich wollt' ein Geist erwiese mir die EhreUnd sagte mir, was an der Sache wäre.

25.

Indem sah unser wandernd PaarSich unvermerkt in einem Park befangen,

Durch den sich hin und her so viele Wege schlangen,Daß irre drin zu gehn fast unvermeidlich war.

Der Mond war eben itzt Vollwangig aufgegangen,

Um durch ein trüglich Dunkelklar

Die Augen, die nach einem Ausweg irren,

Mit falschen Lichtern zu verwirren.

26.

Herr, sagte Schcrasmin, hier ist's drauf angesehn,

Uns in ein Labyrinth zu winden.

Der einz'ge Weg sich noch heraus zu finden,

Ist auf gut Glück der Nase nachzugehn.

Der Rath (der weiser ist als mancher Klügling meinet)Führt unsre frommen Wandrer baldZum Mittelpunkt, wo sich der ganze WaldIn einen großen Stern vereinet.