Zweiter Gesang.
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21 .
Gesetzt, wie man Exempel hat,
Ich hau' ihm auch den Schädel glatt vom Rumpfe;
Noch weil er rollt, stehn schon an dessen StattZwei neue Köpfe auf dem Stumpfe.
Oft rennt sogar der Rumpf in vollem LaufDem Kopfe nach, und setzt ihn wieder auf,
Als war' es nur ein Hut, den ihm der Wind genommen:Nun, bitt' ich euch, wie ist so einem beizukommen?
22 .
Zwar, wie ihr wißt, sobald der Hahn gekräht,
So ist's mit all' dem Spuk, der zwischen eilf und zwölfenIm Dunkeln schleicht, Gespenstern oder Elfen,
Als hätte sie der Wind davon geweht.
Allein, der Geist, der hier sein Wesen treibet,
Ist euch von ganz besonderm Schlag,
Hält offnen Hof, ißt, trinkt, und lebt und leibetWie unser eins, und geht bei Hellem Tag.
23 .
Um meine Neugier aufzuschrauben,
Hast du dein Bestes gxthan, erwiedert Siegwins Sohn:Man spricht von Geistern so viel, und lügt so viel davon,Daß Laien unsrer Art nicht wissen, was sie glauben.
Einst kam an unfern Hof ein tief studirter Mann,
Der schwor uns hoch, cs wäre gar nichts dran,
Und schimpfte weidlich los auf alle Geisterseher;
Auch hieß ihn der Kaplan nur einen Manichäer.
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