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Oberon
Entstehung
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Zweiter Gesang.

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15 .

Nun! merkt ihr, (flüstert er znm Ritter) wie es steht?Und werdet ihr ein andermal mir glauben?

Trifft's nicht ganz wörtlich ein? Die Thicre, die ihr seht,Die ans Erbarmen uns so stark entgegen schnauben,

Sind Menschen, sag' ich euch; und wenn ihr weiter geht,Glaubt mir, so haben wir den Kobold auf der Hauben.Seid nicht so hart und rennt ans Eigensinn,

Trotz eines Freundes Rath, in euer Unglück hin!

16 .

Wie, Alter? spricht der Held, ich geh' mit diesen SchrittenNach Bagdad, den Kalif um eine Hand voll HaarAus seinem Bart und vier von seinen Zähnen zu bitten,Und du verlangst, ich soll von ungewisser FahrMich schrecken lassen? Wo ist dein Sinn geblieben?

Wer weiß, der Kobold ist vielleicht mein guter Freund.

Mit diesen wenigstens ist's nicht so schlimm genieint;

Sich, wie sie all' in einem Hui zerstieben!

17 .

Indem er's sagt, so sprengt er auf sie zu,

Und alles weicht wie Luft und ist im Hui verflogen.

Herr Hiion und sein Führer zogenNun eine Weile fort in ungestörter Ruh,

Stillschweigend Leide. Der Tag war nun gesunken,

Und ihren Mohnsast goß die braune Nacht herab;

Rings um sie lag schon alles schlummertrunken,

Und durch den ganzen Wald war's stille wie im Grab.

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