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Oberon
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Oberon.

51 .

Dieß rasche Wort empört den ganzen SaalVon neuem; alle Schwerter blitzen,

Das Ritterrecht, das Karl in mir verletzt, zu schützen.Ergreift ihn, ruft der Kaiser abermal;

Allein er sieht, mit vorgehaltnen Klingen,

In dichtem Kreis die Ritter mich umringen.

Vergebens droht, schier im Gedräng erstickt,

Der geistliche Herr mit Bann und Interdikt.

52 .

Des Reiches Schicksal schien an einem Haar zu schweben.Die grauen Räthe stehn den Kaiser auf den Knien,

Dem Recht der Ritter nachzugeben:

Je mehr sie stehn, je minder rührt es ihn:

Bis endlich Herzogs Nayms (der oft in seinem Leben,Wenn Karl den Kopf verlor, den seinen ihm geliehn)

Den Mund znm Ohr ihm halt, dann gegen uns sich kehret,Und zum begehrten Kampf des Kaisers Urlaub schwöret.

53 .

Herr Hüon fuhr dann zu erzählen fort,

Wie stracks aus dieses einz'ge WortDer Aufruhr sich gelegt, die Ritter alle zurückeGewichen, und Karl, wiewohl im Herzen ergrimmt,Mit stiller Wuth im halb entwölkten Blicke,

Den achten Tag zum Urtheilskampf bestimmt;

Wie beide Thcile sich mit großer Pracht gerüstet,Und, des Triumfs gewiß, sich Amorh gebrüstet.