Erster Gesang.
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48.
Ich bin, wie er, von fürstlichem Geschlecht,
Ein Pair des Reichs, und fordre hier mein Recht;
Der Kaiser kann mir's nicht versagen!
Da liegt mein Handschuh, laßt ihn's wagenIhn aufznnehmen, und Gott in seinem GerichtEntscheide, welchen von uns die Stimme seines BlutesZur Hölle donnern soll! Die Quelle meines MutheSIst meine Unschuld, Herr! Mich schreckt sein Donner nicht.
49.
Die Fürsten des Kaiserreichs, so viel von ihnen zugegen,Ein jeder sieht sich selbst in meiner Verdammung gekränkt.Sie murmeln, dem Meere gleich, wenn sich von fern zu regenDer Sturm beginnt: sie bitten, bringen, legenDas Recht ihm vor. Umsonst! den starren Blick gesenktAuf Scharlots blutiges Haupt, kann nichts den Vater bewegen:Wiewohl auch Hohenblat, der's für ein leichtes hält,
Mir obzusiegen, selbst sich unter die Bittenden stellt.
50.
Herr, spricht er, laßt mich gehn, den Frevler abzustrafen,Ich wage nichts, wo Pflicht und Recht mich schützt.
Ha! rief ich laut, von Scham und Grimm erhitzt,
Du spottest noch? Erzittre! immer schlafen
Des Rächers Blitze nicht. — Mein Schwert, ruft Hohenblat,
Soll, Mörder, sie auf deine Scheitel hänfen!
Doch Karl, den meine Gluth nur mehr erbittert hat,Befiehlt der Wache, mich zu greifen.
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