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Oberon.
45 .
Ehrt, ruft er laut, den heil'gen Vater in mir,
Deß Sohn ich bin! im Namen des Gottes, dem ich diene,Gebiet' ich Fried'! -- er rief's mit einer MieneUnd einem Ton, der Heiden zu GebührGenöthigt hätt'. Und stracks auf einmal legenDes Aufruhrs Wogen sich, erhellt sich jeder Blick,
Und jeder Dolch und jeder nackte DegenSchleicht in die Scheide still zurück.
46 .
Nun trug der Abt den ganzen Verlauf der Sache
Dem Kaiser vor. Die Ueberredung faß
Auf seinen Lippen. Allein, was half mir das?
Die Leiche des Sohns liegt da und schreit um Rache.
Hier, ruft der Vater, sieh, und sprichDem Mörder meines Sohns das Urtheil! Sprich's für mich!Ja, rachedürstender Geist, dein Gaumen soll sich labenAn seinem Blut! Er sterb' und mäste die Raben!
47 .
Jetzt schwoll inein Herz empor. Ich bin kein Mörder, schrieIch überlaut. Der Richter richtet nicht billigIn eigner Sache. Der Kläger AmoryIst ein Verräther, Herr! Hier steh' ich, frei und willig,Will in sein falsches Herz, mit meines Lebens Fahr,Beweisen, daß er ein Schalk und Lügner ist und warUnd bleiben wird, so lange sein Hauch die Luft vergiftet.Sein Werk ist alles dieß, Er hat es angestiftet!
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