Druckschrift 
Oberon
Entstehung
Seite
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Erster Gesang.

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18 .

Auf einmal gähnt im tiefsten FelsengrnndIhn eine Höhle an, vor deren finsterm SchlundEin prasselnd Feuer flammt. In wunderbaren GestaltenRagt ans der dunkeln Nacht das angestrahlte Gestein,

Mit wildem Gebüsche versetzt, das aus den schwarzen SpaltenHerab nickt, und im WiederscheinAls grünes Feuer brennt. Mit lustvermengtem GranenBleibt unser Ritter stehn, den Zauber anzuschauen.

19 .

Indem schallt aus dem Bauch der Gruft ein donnernd Halt!Und plötzlich stand vor ihm ein Mann von rauher Gestalt,Mit einem Mantel bedeckt von wilden Katzenfellen,

Der, grob zusammengeflickt, die rauhen Schenkel schlug;Ein graulich schwarzer Bart hing ihm in krausen WellenBis auf den Magen herab, und auf der Schulter trugEr einen Cedernast, als Keule, schwer genugDen größten Stier auf einen Schlag zu fällen.

20 .

Der Ritter, ohne vor dem Mann

Und seiner Ceder und seinem Bart zu erschrecken,

Beginnt in der Sprache von Ok, der einz'gen, die er kann,Ihm seinen Nothstand zu entdecken.

Was hör' ich? ruft entzückt der alte Waldmann aus;

O süße Musik vom Ufer der Garonne!

Schon sechszehnmal durchläuft den Sternenkreis die Sonne,Und alle die Zeit entbehr' ich diesen Ohrenschmaus.