Anmerkungen zum zweiten Bande.
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S. 325. „Die den Euley gleich stets von der Kugel mir das Grablied sin-gen;" diese und andere Häufungen geben diesem Ausbruch des Prinzen etwasGeschraubtes.
S. 340. DaS Bild von der „Bindung" der Burg durch Blut wird na-mentlich durch daS eingeschobene „kalt und öd'" schwerfällig.
S. 347. Der ganze Monolog des Prinzen ist so dunkel und incorrect, daßman Irrungen vcrmuthen möchte; doch läßt sich nichts ändern. Was die unter-irdische Reise vor der Geburt heißen soll, weiß ich nicht. „Hängt" soll offen-bar intransitiv sein, durch eine fehlerhafte Auslassung: „demjenigen, der heutu. s. w.;" denn daß er selber daS Haupt auf den Leib hängen soll, wäre zu arg.
S. 369. „Abwesend auS seiner Brust" ist hart.
S. 376. Die Ironie in der letzten Begeisterung des alten Kottwitz istprachtvoll, wie alles was der alte Herr spricht.
Die Herrmaimsschlacht.
Die ungleichartigen Jamben würden voraussetzen lassen, daß der Dichter,der in der Feile so streng war, daS Stück noch zu überarbeiten gedachte; dochsehen wir aus den Briefen an Ulrike, daß er bereit war, es in der gegenwärti-gen Gestalt zu verkaufen.
S. 461. „brich auf!" im Munde der Vettern ist nicht ganz deutlich; dochmag in dieser gräßlichen Scene vielleicht etwas recht wildes damit gesagt seinsollen.
S. 469. „Warum setzt' er Thuiskon nicht in Brand?" Das „mir" imText ist offenbar Schreibfehler. — G. —
S. 483. „Mehr Fragen giebt die Alraune nicht," — d. h. verstattct.
S. 497. „Wir litten menschlich;" das Beiwort ist nicht ganz deutlich:wie es Menschen pflegen; oder wie es Menschen ziemt.
S. 500. „Verwirre das Gefühl mir nicht!" Wieder echt Kleistisch.