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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Robert Glli'Skard.

War' mein das kecke Volk, das dir mißfällt,

Ich möcht' es anders wahrlich nicht als keck;

Denn seine Freiheit ist des NormannS Weib,

Und heilig wäre mir da« Ehepaar,

Das mir den Ruhm im Bette zeugt der Schlacht.

Das weiß der Gniskard wohl, und mag es gern,

Wenn ihm der Krieger in den Mähnen spielt,

Allein der platte Nacken seines Sohnes

Der schüttelt gleich sich, wenn ihm Eins nur naht.

Meinst du, cs könne dir die NorinannskroneNicht fehlen, daß dn dich so trotzig zeigst?

Durch Liebe, hör' cs, mußt dn sie erwerben,

Das Recht giebt sie dir nicht, die Liebe kanu's!

Allein von Gniskard ruht kein Funk' auf dir,

Und diesen Namen*) mind'stcnS erbst dn nicht;

Denn in der Stunde, da cs eben gilt,

Schlägst dn sie schnöd' in's Angesicht, die jetztDich auf des Ruhmes Gipfel heben könnten.

Doch ganz verlassen ist, wie du wohl wähnst.

Das Normannsheer, ganz ohne Freund, noch nicht,

Und bist dn's nicht, wohlan, ich bin es gern.

Z» hören, was der Flehende begehrt,

Ist leicht, Erhörnng nicht, das Hören ist's:

Und wenn dein Feldherrnwvrt die Schaar vertreibt,

Meins will, daß sie noch bleib'! Ihr hört's, ihr Männer!Ich will vor Gniskard es verantworten.

U 0 bert. lmit Bedeutung, halb laut)

Dich jetzt erkenn' ich (und ich danke dir)

*1 Gniskard heißt Schlattkopf; ein Zuname, den die Normänner dem Herzoggeben.