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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Zweikampf.

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sammenknnst gestattete; ihn aber einlnd, sie zu diesem Zweck in derNacht des heiligen RemiginS in den Gemächern ihrer väterlichen Burgzu besuchen. Jener, voll Freude über das Glück seiner Unterneh-mung, fertigte sogleich einen zweiten Brief an Littegardcn ab, woriner ihr seine bestimmte Ankunft in der besagten Nacht meldete undsie m:r bat, ihm zur Vermeidung aller Irrung einen treuen Führer,der ihn nach ihren Zimmern geleiten könne, entgegen zu schicken;und da die Zofe, in jeder Art der Ränke geübt, auf eine solche An-zeige rechnete, so glückte es ihr dies Schreiben aufzufangen und ihmin einer zweiten falschen Antwort zu sagen, daß sie ihn selbst ander Gartenpforte erwarten würde. Darauf am Abend vor der ver-abredeten Nacht bat sie sich unter dem Vorwand, daß ihre Schwesterkrank sei und daß sie dieselbe besuchen wolle, von Littegardcn einenUrlaub auf's Land auS; sie verließ auch, da sie denselben erhielt,wirklich spät am Nachmittag mit einem Bündel Wäsche, den sic un-ter dem Arm trug, das Schloß, und begab sich vor aller Angennach der Gegend, wo jene Frau wohnte, ans den Weg. Statt aberdiese Reise zu vollenden, fand sie sich bei Einbruch der Nacht unterdem Vorgeben, daß ein Gewitter heranziehe, wieder ans der Burgein und mittelte sich, um ihre Herrschaft, wie sie sagte, nicht zu stö-ren, indem es ihre Absicht sei, in der Frühe des kommenden Mor-gens ihre Wanderung anzutreten, ein Nachtlager in einem der leer-stehenden Zimmer des verödeten und wenig besuchten Schloßthnrmsaus. Der Graf, der sich bei dem Thnrmwächter durch Geld denEingang in die Burg zu verschaffen wußte und in der Stunde derMitternacht, der Verabredung gemäß, von einer verschleierten Personan der Gartenpforte empfangen ward, ahndete, wie man leicht be-greift, nichts von dem ihm gespielten Betrug; das Mädchen drückteihm flüchtig einen Kuß auf den Mund und führte ihn über mehrereTreppen und Gänge des verödeten Seitenflügels in eines der präch-tigsten Gemächer des Schlosses selbst, dessen Fenster vorher sorgsam