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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Zweikampf.

bruder den Grafen Jacob den Nothbart fiel, die Vasallen seinenletzten bestimmten Willen erfüllt und unter dem Vorbehalt, die Ge-nehmigung de« Kaisers einznholen, den Grafen Philipp als Thron-erben, die Mutter aber wegen Minderjährigkeit desselben als Vor-münderin und Regentin anerkannt hatten, legte er sich nieder undstarb.

Die Herzogin bestieg nun ohne Weiteres nuter einer bloßenAnzeige, die sie durch einige Abgeordnete an ihren Schwager denGrafen Jacob den Nothbart lhnn ließ, den Thron; und was meh-rere Ritter des Hofes, welche die abgeschlossene Gemüthsart des letz-teren zu durchschauen meinten, vorausgesagt hatten, das traf wenig-stens dem äußern Anschein nach ein; Jacob der Nothbart verschmerztein kluger Erwägung der obwaltenden Umstände das Unrecht, dasihm sein Bruder zugefiigt hatte; znm mindesten enthielt er sich allerund jeder Schritte, den letzten Willen des Herzogs umzustoßcn, undwünschte seinem jungen Nefsen zn dem Thron, den er erlangt hatte,von Herzen Glück. Er beschrieb den Abgeordneten, die er sehr hei-ter und freundlich an seine Tafel zog, wie er seit dem Tode seinerGemahlin, die ihm ein königliches Vermögen hinterlassen, frei undunabhängig aus seiner Burg lebe; wie er die Weiber der angrän-zenden Edellente, seinen eignen Wein und in Gesellschaft muntererFreunde die Jagd liebe, und wie ein Kreuzzng nach Palästina, aufwelchem er die Sünden einer raschen Jugend, auch leider, wie erzugab, im Alter noch wachsend, abznbüßen dachte, die ganze Unter-nehmung sei, ans die er noch am Schluß seines Lebens hinaufsehe.Vergebens machten ihm seine beiden Söhne, welche in der bestimm-ten Hoffnung der Thronfolge erzogen worden waren, wegen der Un-empfindlichkeit und Gleichgültigkeit, mit welcher er ans ganz uner-wartete Weise in diese unheilbare Kränkung ihrer Ansprüche willigte,die bittersten Vorwürfe; er wies sie, die noch nnbärtig waren, mitkurzen und spöttischen Machtspriichen zur Ruhe, nöthigte sie, ihm