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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Das Erdbeben In Chili.

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überfliegend, in den Gängen umher, und kehrte mit ihr zur Gesell-schaft zurück.

Inzwischen war der Nachmittag herangekommen, und die Ge-mllther der hernmschwärmendcn Flüchtlinge hatten sich, da die Erd-stöße nachließen, nur kaum wieder ein wenig beruhigt, als sich schondie Nachricht verbreitete, daß in der Dominikancrkirche, der einzigen,welche das Erdbeben verschont hatte, eine feierliche Messe von demPrälaten des Klosters selbst gelesen werden würde, den Himmel nmVerhütung ferneren Unglücks anznflehen. DaS Volk brach schon ansallen Gegenden auf und eilte in Strömen zur Stadt. In DonFcrnando's Gesellschaft ward die Frage aufgeworfen, ob man nichtauch an dieser Feierlichkeit Thcil nehmen und sich dem allgemeinenZugs anschließcn solle. Donna Elisabeth erinnerte mit einiger Be-klemmung, was für ein Unheil gestern in der Kirche vorgesallen sei;daß solche Dankfeste ja wiederholt werden würden, und daß mansich der Empfindung alsdann, weil die Gefahr schon mehr vorüberwäre, mit desto größerer Heiterkeit und Ruhe überlassen könnte.Josephe äußerte, indem sie mit einiger Begeisterung sogleich aufstand,daß sie den Drang, ihr Antlitz vor dem Schöpfer in den Staubzu legen, niemals lebhafter empfunden habe als eben jetzt, wo er-setzte unbegreifliche und erhabene Macht so entwickle. Donna Elvireerklärte sich mit Lebhaftigkeit für Josephens Meinung. Sie bestanddarauf, daß man die Messe hören sollte, und rief Don Fernandoans, die Gesellschaft zu führen, worauf sich Alles, Donna Elisabethauch, von den Sitzen erhob. Da man jedoch letztere mit heftig ar-beitender Brust die kleinen Anstalten znm Ausbruche zaudernd be-treiben sah, und sie auf die Frage, was ihr fehle, antwortete, siewisse nicht, welch eine unglückliche Ahndung in ihr sei, so beruhigtesie Donna Elvire, und forderte sie ans, bei ihr und ihrem krankenVater znrückznbleiben. Josephe sagte: so werden Sie mir wohl,Donna Elisabeth, diesen kleinen Liebling abnchmen, der sich schon