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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Das Erdbeben in Ehili.

durch einen Strick, den ihm der Zufall gelassen hatte, den Tod zugeben. Eben stand er, wie schon gesagt, an einem Wandpfeiler, undbefestigte den Strick, der ihn dieser jammervollen Welt entreißensollte, an eine Eisenklammer, die an dem Gesimse derselben cinge-fngt war; als plötzlich der größte Theil der Stadt mit einem Ge-krache, als ob das Firmament einstürzte, versank, und alles wasLeben athmete unter seinen Trümmern begrub. Ieronimo Nngerawar starr vor Entsetzen; und gleich als ob sein ganzes Bewußtseinzerschmettert worden wäre, hielt er sich jetzt an dem Pfeiler, an wel-chem er hatte sterben wollen, um nicht umznfallen. Der Bodenwankte unter seinen Füßen, alle Wände des Gefängnisses rissen, derganze Ban neigte sich nach der Straße zu einznstürzen, und nurder seinem langsamen Fall begegnende Fall des gegenüberstehendcnGebäudes verhinderte durch eine zufällige Wölbung die gänzlicheZnbodenstrecknng desselben. Zitternd, mit sträubenden Haaren undKnieen, die unter ihm brechen wollten, glitt Ieronimo über denschiefgesenktcn Fußboden hinweg der Oeffmmg zu, die der Znsam-menschlag beider Häuser in die vordere Wand des Gefängnisses ein-gerissen hatte. Kaum befand er sich im Freien, als die ganze schonerschütterte Straße ans eine zweite Bewegung der Erde völlig zu-sammcnfiel. Besinnungslos, wie er sich aus diesem allgemeinen Ver-derben retten würde, eilte er über Schutt und Gebälk hinweg, in-dessen der Tod von allen Seiten Angriffe auf ihn machte, nach einemder nächsten Thore der Stadt. Hier stürzte noch ein Haus zusam-men und jagte ihn, die Trümmer weit umherschleudcrnd, in eineNebenstraße; hier leckte die Flamme schon, in Dampfwolken blitzend,ans allen Giebeln, und trieb ihn schreckenvoll in eine andere; hierwälzte sich, ans seinem Gestade gehoben, der Mapochofluß ansihn heran und riß ihn brüllend in eine dritte. Hier lag ein Hau-fen Erschlagener, hier ächzte noch eine Stimme unter dem Schutte,hier schrieen Leute von brennenden Dächern herab, hier kämpften