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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Michael Kohlhaas.

lauf einiger Wochen, völlig von demselben über den Ansgang seinerRechtssache beruhigt, zu LiSbcth, seinem Weibe, nach Kvhlhaasenbrückzurück. Gleichwohl vergingen Monate, und das Jahr war daranabznschlicßen, bevor er von Sachsen aus auch nur eine Erklärungüber die Klage, die er daselbst anhängig gemacht hatte, geschweigedenn die Resolution selbst erhielt. Er fragte, nachdem er mehrereMale von neuem bei dem Tribunal eingekommen war, seinen Rechts-gehülfen in einem vertranten Briese, was eine so übergroße Verzö-gerung verursache; und crsuhr, daß die Klage ans eine höhere In-sinuation bei dem Dresdner Gerichtshöfe gänzlich niedergeschlagenworden sei. Auf die befremdete Rückschrift des Roßkamms, worindie? seinen Grund habe, meldete ihm jener: daß der Junker Wenzelvon Tronka mit zwei Jungherren, Hinz und Kunz von Tronka,verwandt sei, deren Einer bei der Person des Herrn Mundschenk,der Andre gar Kämmerer sei. Er rieth ihm noch, er möchte ohneweitere Bemühungen bei der Rechtsinstanz, seiner auf der Troncken-bnrg befindlichen Pferde wieder habhaft zu werden suchen; gab ihmzu verstehen, daß der Junker, der sich jetzt in der Hauptstadt anf-halte, seine Leute angewiesen zu haben scheine, sie ihm anszuliefern;und schloß mit dem Gesuch, ihn wenigstens, falls er sich hiermitnicht beruhigen wolle, mit ferneren Aufträgen in dieser Sache zuverschonen.

Kohlhaas befand sich um diese Zeit gerade in Brandenburg,wo der Stadthauptmann Heinrich von Geusau, unter dessen Re-gierungsbezirk Kohlhaascnbrück gehörte, eben beschäftigt war, auseinem beträchtlichen Fonds, der der Stadt zngefallen, mehrere wohl-thätige Anstalten für Kranke und Arme einznrichtcn. Besonderswar er bemüht, einen mineralischen Quell, der ans einem Dorf inder Gegend sprang, und von dessen Heilkräften man sich mehr, alsdie Zukunft nachher bewährte, versprach, für den Gebrauch der Preß-hasten einzurichten; und da KohlhaaS ihm wegen manchen Verkehrs,