Michael KohlhaaS.
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brück oder sonst, wo es besser ist, uni. — Nun denn, fragte Kohl-haas, warum also in aller Welt jagte man dich fort? — Herr, ichsag's euch, versetzte der Knecht, weil man meiner los sein wollte.Weil sie die Pferde, so lange ich dabei war, nicht zu Grunde rich-ten konnten. Ueberall schnitten sie mir im Hofe und in der Ge-sindestube widerwärtige Gesichter; und weil ich dachte, zieht ihr dieMäuler, daß sie verrenken, so brachen sie die Gelegenheit vom Zaune,und warfen mich vom Hofe herunter. — Aber die Veranlassung!rief Kohlhaas. Sie werden doch irgend eine Veranlassung gehabthaben! — O allerdings, antwortete Hcrse, und die allergcrechtestc.Ich nahm am Abend des zweiten Tages, den ich im Schwcinekobenzngcbracht, die Pferde, die sich darin doch zngesudelt hatten, undwollte sie zur Schwemme reiten. Und da ich eben unter dein Schloß-thore bin und mich wenden will, hör' ich den Vogt und den Ver-walter mit Knechten, Hunden und Prügeln aus der Gesindestnbehinter mir Herstürzen und: halt den Spitzbuben! rufen: halt denGalgenstrick! als ob sie besessen wären. Der Thorwächter tritt mirin den Weg; und da ich ihn und den rasenden Haufen, der ansmich anläuft, frage: was auch gicbts? was cs giebt? antworteteder Schloßvogt; und greift meinen beiden Rappen in den Zügel.Wo will er hin mit den Pferden? fragt er und packt mich an dieBrust. Ich sage, wo ich hin will? Himmcldonner! zur Schwemmewill ich reiten. Denkt er, daß ich — Zur Schwemme? ruft derSchloßvogt. Ich will dich, Gauner, auf der Heerstraße nach Kohl-haasenbrück schwimmen lehren! und schmeißt mich mit einem hämi-schen Mordzng, er und der Verwalter, der mir das Bein gefaßthat, vom Pferd herunter, daß ich mich, lang wie ich bin, in denKoth messe. Mord! Hagel! rus' ich, Sielzeug und Decken liegen,und ein Bündel Wäsche von mir im Stall; doch er und die Knechte,indessen der Verwalter die Pferde wcgführt, mit Füßen und Peit-schen und Prügeln über mich her, daß ich halbtodt hinter dem Schloß-
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