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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Romantische Dichtung.

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gegenüber, treu bewahren und der fernen Zukunft eine andere Liederzeitzutrinken. Und auch Andere begnügen sich (ein seltsames Zeichen einerallzu großen Bewußtheit) mit der Anerkennung eines neuen Keimes, einesvermittelnden Verdienstes, einer historischen Berechtigung in ihren Poesien.Aber nun vergesse man nicht, daß keine Frucht so gut neu aufgeht, alswenn ein neuer Boden aufgegraben und gedüngt ist, und daß keine Pflanzewieder grünt, ohne einmal die Blätter abzuschütteln. Man habe denMuth, das Feld eine Weile brach liegen zu lassen und den Grund unsereröffentlichen Verhältnisse, auf dem Alles wurzelt, was ein Volk Hervor-bringen soll, neu zu bestellen, und, wenn es sein muß, umzurvden, undeine neue Dichtung wird dann möglich werden, die auch einem reifenGeiste Genüsse bieten wird. Wir müssen dem Vaterlande große Geschickewünschen, ja wir müssen, so viel an uns ist, diese herbeiführcn, indemwir das ruhesüchtige Volk, dem daö Leben des Buches und der Schriftdas einzige geistige Leben, und das geistige Leben daö einzige werthvolleLeben ist, ans das Gebiet der Geschichte hinausführen, ihm Thaten undHandlungen in größerem Werthe zeigen, und die Ausbildung des Wil-lens zu so heiliger Pflicht machen, als ihm die Ausbildung des Gefühlsund Verstandes geworden ist. Unsere Jugend hat dies Bedürfniß auchwohl empfunden. Unsere Dichter liegen seit den letzten Bewegungen derpolitischen Welt in Masse dem Quietismus der Romantik entgegen.Gesinnung und That hat bei ihnen einen Klang erhalten, den sie vorherbei unfern romantischen Nihilisten nicht gehabt hat. Die öffentlichenZustände bilden nicht den kleinsten Theil des Grams, den sie im lebhaftenund leidenschaftlichen Herzen zu tragen haben; es ist dies auch nicht daöSpiel mit einem eitlen selbstersonncncn Grame, denn sie haben einRecht, diese Zustände elend zu finden; und schade nur, daß sie den schö-nen Namen des jungen Deutschlands zu einem Ekelnamen gemacht ha-ben, denn ein junges Deutschland thut uns Allen inniglich noth. Woll-ten die Dichter nun, die diesen Gram der Zeit theilten, dem Herzen Luftmachen, wie Göthe pflegte, die Last von sich werfen im poetischen Ergüsseihrer Schmerzen und ihrer Hoffnungen, ihrer Einsichten und Wünsche,so führte sie der natürliche Weg zur politischen Satire; ja wer selbst,wie Göthe, der politischen Poesie noch so abgeneigt wäre, und nur ausreinem Triebe dichtend der Kunst selbst das nächste Genüge thun wollte,selbst der müßte sich dem Rufe der Verhältnisse bequemen und der gegen-wärtigen Jahreszeit abzugewinnen suchen, waö sie geben kann. Denndie ernste Zeit mahnt uns, ihr ganz uns hinzngeben, und sie gibt dieHalben erbarmungslos auf. Und darum müßte auch diese politische