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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Romantische Dichtung.

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Gerade die protestantische Musik brachte unsere kirchliche Tonkunst zuihrem Gipfel, und nur protestantische Dichter schufen uns unsere neueKultur. Auch in den Niederlanden blühte eine protestantische Malereiauf, deren niedrigen Charakter zwar Schlegel mit einer kecken Behauptungauch auf die Reformation zu schieben wagt. Mit so eitlen Argumentenließ man sich diese eitlen Beschuldigungen begleiten! Die Reformationsollte das Weitere gefehlt haben, daß das Mittelalter durch sie vergessenworden sei! Als ob man das Alter beschuldigen könnte, daß es die Ju-gend ablege! Und wenn man es könnte, als ob nicht in England dasMittelalter von dem protestantischen Shakespeare so unübertrefflich dar-stellend wäre festgehalten worden, als ob es nicht in lebendigerer Ord-nung hier wäre bestehen geblieben, als in dem katholischen Frankreich!als ob nicht die acht christliche mittelaltcrige Baukunst, ja Alles, wasman mittelaltcrige Ordnung nennen kann, zuerst in dem kreuzkatholischenItalien wäre verworfen worden! als ob der niederländische Geschmackund die Bamboeeiaden den Rittergeist irgendwo früher mit Spott undHohn parodirt und vernichtet hätten, als in dem erzkatholischen Spa-nien! Noch mehr. Die Reformation sollte auch verschuldet haben, daßsie den politischen und geistigen Despotismus eines Heinrich VIII. her-vorgerufen! Was aber würde, wenn man so wollte, aus dem Katholi-rismus, der durch das ruchlose Treiben an den päpstlichen Höfen dieReformation und in ihrem Gefolge also auch Heinrich VIII. und Phi-lipp II. hervorgerufeu hat? Die Reformation soll sich endlich nicht ein-mal rühmen, die in der neueren Zeit errungene Freiheit des Geistes seiihrer Wirkungen eine; sie sei nur entfernt ans ihr hervorgcgangen.Wo aber ist je eine so ungeheure Wirkung in kürzerer Zeit gemacht wor-den ! und wo ist die Unfreiheit des Geistes gerade jetzt, gerade so spätentschiedener, als in den äußerlich und innerlich nicht rcformirten Län-dern ? Und „auf keinen Fall könnten die Wirkungen über den Werth derSache selbst entscheiden!" Man merke ja! und also auch nicht über denWerth der Personen? Denn wenn Christus darin Recht haben sollte,daß man sie au ihren Früchten erkennen solle, was würde aus so vielenFrommen werden, ja was aus dem Katholicismus, und was aus derkatholischen Literatur. Schlegel zwar meint, daß sich neuerer Zeit diekatholische Literatur der protestantischen gleichgestellt hätte. Vcrmuthlichweil Er selbst dahin übcrgetrcten war? den man doch gerade deswegennicht einmal dorthin zählen würde! Diesen letztem Satz führen wir ausdem Schluffe eines viel spätem Werkes an, den Vorlesungen über Phi-losophie der Geschichte (1828). Dies ist nun zu einer Zeit entstanden,