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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Romantische Dichtung.

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Böhme findet Werner eine artem poolioain; nur in der Stunde derWeihe, wo der Geist Gottes sie durchströmt, wo sie Priester Gottes sind,fühlen sich diese Männer Dichter, Kunst und Religion nennt daherWerner Synonyme und bedauert, daß wir nicht Einen Namen dafürhaben; in dem Romantischen fand Friedrich Schlegel christliche Schön-heit und Poesie vereinigt; durch dieses heilige Prisma sollte die ganzeWelt nun angeschaut werden. Der Geist der Oekonomie, der nüchterneVerstand, der gegen das höhere Licht blende, ward als philisterhaft weitanders angefochten als ehemals in der Genialitätszeit. Die Aufklärungward als Irrlicht verrufen, in die Dämmerung der Mystik zog man sichaus der Sonnenhelle zurück, die der poetischen Geburt nicht günstig seinsollte, Halbwahn und Aberglaube ward aus dem Mißkredite gerissen, inden ihn die Freigeisterei gebracht hatte, und allem dem entsprach daswunderliche Chaos, in dem schwärmende Einbildungskraft sich nichtallein dichtend, sondern auch glaubend gefiel. In Gvthe's Zeit duldeteman den poetischen Wahn und die Erfindungen der Phantasie, um siepoetisch zu nutzen; Schiller spielte in der Jungfrau mit der Mystik undin Maria Stuart mit dem fanatischen Katholirismus; in den über-legenen Geistern hatte der poetische Glaube nur mentale Gültigkeit.Aber diese Nachsicht, so gut sie gemeint war, gerieth übel; die ma-terialistische Richtung der Zeit ergriff die Phantasmen und zog sie mitaller Poesie in die Wirklichkeit hinein, und ein Hoffmann erlebte dieTollheiten an sich selbst, die er nicht mehr poetisch, sondern nach der,pro-saischen Pragmatik aller Humoristen schilderte. Dieser Uebergang vonPhantasien zu Ueberzeugungen, vom poetischen zum religiösen Glauben,ja das endliche Preisgeben der Poesie gegen die Religion läßt sich beiMehreren der Romantiker ganz deutlich beobachten; so wie früherhindie Religion im Bunde mit der Poesie ihren eigenen Schaden stiftete, soverlor sich jetzt umgekehrt die Poesie über ihrem Verbände mit der Reli-gion. Werner trug lange Zeit, ehe er katholisch wurde, ein Ideal desKatholiciömus mit sich herum. Es war zunächst wie aus Kunstquellenentstanden. Der neue Thcophilantropismus schien ihm allen Kunst-genius und Geschmack zu verwüsten, wenn nicht ein geläuterter Katholi-cismus wiederkehre; poetisch angesehen fand er den Katholicismusdas größte Meisterstück menschlicher Erfindungskraft, und auf seineUrform zurückgeführt) zog er ihn allen christlichen Sekten für das Zeit-alter vor, das den Sinn der schönen Griechheit für immer verlorenhatte. Man sieht, dies redet dem Katholirismus ganz nur aus einempoetischen Bedürfnisse das Wort. Noch schrieb er 1807 seinen Luther