Romantische Dichtung.
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wäre, sehr wohlthätig hätte wirken können. Wie schon früher unter denGenialitäten der Kampf gegen die berliner Freigeisterei sich zugleich gegenFrankreich richtete, von woher sie stammte, so geschah es auch jetzt, daßvon den Romantikern in poetischer und religiöser Hinsicht die Polemikgegen die französische Literatur und Eneyklopädik, gegen Voltaire, denFeind des Mittelalters, des Priesterthums und Fendalwesens, neu inSchwung gebracht ward, und daß dies vielfach von eben solchen Deut-schen am eifrigsten betrieben ward, die theils in Paris sich zusammen-fanden, vorzüglich aber von solchen, die von Berlin selbst ausgingen.Diese Stadt ward der Hanptsitz der Reaktion, und daran war allerdingsnicht wenig die Veränderung Schuld, die die höhere Atmosphäre seitFriedrich's Tod und Wöllner's übelberüchtigtem Regimente genommenhatte. Auch die Wiedereinsetzung des lieben Gottes in Paris und späterdie seines Stellvertreters auf Erden dürfen als Zeichen der Reaktion inder großen Welt nicht außer Acht gelassen werden, die auch Viele ohneNeberzengnng in den großen Strom mitrissen. Unabhängig aber hier-von waltete überdies auch noch der Geist der Geniezeit fort, er wieder-holte und übertrieb sich bis zur Karrikatur in dem Gegensätze gegen allenNicolaismns und Verbiesteruug, oder wie er sonst den Jlluminatismusin und außer dem Bunde bezeichnete. In Königsberg, der VaterstadtHamauu's, wiederholte sich gleichsam imZerrbild dieOpposition, die schonEr gegen die berlinerWelt gemacht hatte. Zach. Werner (aus Königs-berg 1768-1823) war ein Mann, der die wunderlichen EigenheitenHamann's theils in veränderter Gestalt, theils in großer Uebereiu-stimmung geerbt zu haben schien. Er führte dessen ungeordnete, in derJugend ausgelassene Lebensweise, trennte sich von drei Gattinnen, weilkeine mit ihm glücklich sein könne, der sich selbst schwächlich, ängstlich,launenhaft, geizig, unreinlich, immer in Phantasien und Geschäftennannte. Gedrückt und gemüthskrank wie Hamann, warf er sich dannauf die Frömmigkeit und ersetzte die sittliche Schwäche, deren er sich wiejener beschuldigte, mit der Kraft des Herrn, die in ihm thätig ward;er mußte haben, woran er sich aufranken konnte; die Selbstgcrechtigkeitwar ihm wie Hamann nichts, sondern die durch Reue versöhnte, durchGnade getilgte Sünde. Ganz wie Hamann, ärgerte er sich an der ber-liner Welt, selbst an seinen jungen Freunden; die Schlegel, Tieck,Schleiermacher u. A> waren ihm noch viel zu profan, ganz wie auchHamann seine Anhänger nicht genug thateu; er sah sie zwischen der„jämmerlichen Frivolität und genialischen Renommisterei" der Haupt-stadt einherschreiten und fand sie nicht frei von Ansteckung. Sowie aus