Romantische Dichtung.
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bildete und vielfach veränderte Farbe annahm, so war ihre polemischeKritik gegen die „herabziehenden Tendenzen" der Kotzebue, Lafontaineund des ganzen Heeres der ähnlichen Schreiber das Erste und Lauteste,was den Namen und das Dasein einer neuen Schule in Deutschland ver-kündete. Durch die kleinen kritischen Aufsätze der Brüder Schlegel in derAllg. Lit. Zeitnng und sonst, die gegen die Tageserzeugnisse gerichtetwaren und in die gesammelten Werke nicht ausgenommen sind, durch ihreeigenen Zeitschriften, das Athenäum und die Fragmente, die Europau. A., durch die humoristischen Dramen Tieck's, durch Bernhardi'sSchriften (Bamboeeiaden 1707 ff. KynosargeS l801 und seine Auf-sätze im Archiv der Zeit), durch Adam Müller's spekulativ gehalteneästhetische Vorlesungen und so vieles Andere geht in Prosa und Poesiedie gleiche Feindseligkeit gegen die gemeine Denkart und die selbstgefälligePlattheit durch, die sich in und an die Dichtung wagte, welche diesenMännern zu heiliger Art schien, als daß sie diese Entweihung duldensollten. Auf ihrem Parnasse kennt man die Hagedorn, Geliert, Geßner,Kleist und Bodmer nicht. Selbst Wieland, den zwar die Romantikersonst alle als den Vorläufer ihrer Dichtung erkennen, fand sich in ehren-voller Gesellschaft davon ausgeschlossen. Kotzebue war der Beelzebubund das böse Prineip nicht allein bei den Freiheitssängern von 1813,sondern auch bei diesen. Die Veit Weber, Spieß, Cramer, Schlenkert,die das Mittelalter und Ritterthum nach dem seinen Sinne dieser Kriti-ker mißhandelten, jene vielschreibenden Romanfabrikanten Müller, La-fontaine (der „Wassermann") und sein Freund Stark ans Bernburg, derVerfasser der vielgelesenen Gemälde aus dem häuslichen Leben (1793—98), die historischen Romanschreiber Feßler, Meißner u. A., ver-einzelte Andere wie Falck, Karl Große (als Verfasser des Genius 1791)und Andere hatten vor den Ausfällen unserer wackern Kämpfer nicht einenAugenblick Ruhe. In Tieck's Werken stößt man nur gar zu oft aus die-selben Namen und dieselben Ausstellungen immer wieder von neuem.Wenn nicht das Pförtneramt gar zu streng verwaltet wäre (in dem Gar-ten der Poesie im Zerbino, wo Bürger erscheint, ist z. B. von Schillertiefes Stillschweigen, und es ist bekannt, daß ihm diese Schule den An-spruch auf den Dichternamen hier und da nicht zugestand, nachdem sieseinen strengen Gegensatz ihrerseits durchgefühlt hatte), wenn nicht über-haupt so mancherlei unsichere Fehlgriffe, so manche geniale Nnwürdig-keiteu mit untergelaufen wären, so würde man diese Kämpfe für wahreund ächte Poesie, namentlich in der poetischen Polemik A. W. Schle-gel's, mit dem reinen Vergnügen lesen, das die Parteinahme für eine