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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Gemeinsame Thätigkeit.

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nun die Übertretungen der Natur auf, durch die diese Triebe als feind-lich entgegengesetzt erscheinen. Erlehrte, Alles wegzuräumen, was deneinen zur Unterdrückung des andern aufforderte, die Sinnlichkeit gegendie Uebergriffe der Freiheit sicher zu stellen durch Ausbildung des Ge-fühlsvermögenS, und umgekehrt die Persönlichkeit gegen die Macht derEmpfindung durch Ausbildung des Vcrnunftvermögens. Er lehrte, Allesaufzubieten, was beide zu einer freigcwählten Harmonie führen könne:Alles, was im Menschen ewig, Intelligenz, Gottheit, Form und Geistist, zur zeitlichen Aeußcrung zu bringen, ihm die Realität zu geben, undAlles, was blos Materie und Aeußeres ist, zu bilden und zu formen,alle Vielheit der Welt der Einheit des Jchö, alles Wirkliche dem Gesetzdes Nothwendigen untcrzuordnen. Wenn nun dies Alles ganz überein-stimmt mit jenen göthischen Sätzen von verbundener Kraft und Maß,Gesetz und Freiheit, Natur und Ideal, Willkür und Ordnung, mit jenerAnsicht von der gcsammten Natur, die in den Alten als Ganzes imGanzen, in harmonischem Behagen wirkte, da die unheilbare Trennungin der Menschenkraft noch nicht vorgegangen war, so wird doch dieseUebcreinstimmung beider Männer der Modalität nach zum reinsten Ge-gensatz. Auf einer feineren Spitze wird sich dies nicht betrachten lassen,als wenn man ans die Ausgangspunkte Beider zurückgeht. Göthe fandjenen höchsten Gedanken der Wechselwirkung von Gesetz und Willkürdurch die Natur schon in ihrer Vegetation gegeben. Ihn denkt derMensch nur nach in seinem Dichten, Denken und Trachten, wo er in denzu lösenden Gegensätzen zwischen Natur und Kultur, Materie und Geistseine Macht zu erproben hat. Die alte Welt, weil sie der Natur treuwar, stellte dies Höchste der Menschheit befriedigend dar; die Muse selbstentlehnt diesen großen Begriff der schaffenden Natur. Das Ideal derKunst fällt dieser sensualen Ansicht nach mit den Ideen und Typen derNatur zusammen; Göthe würde kein anderes Ideal anerkennen als dasplastische und naive der Griechen, das durch Abstraktion aus bestimmtenErfahrungen gezeugt ist; was Kant die Normalidee nennt, das alleinwürde er als Ideal statuirt haben. Schiller unterscheidet von diesemsinnlichen Ideale ein sentimentales, absolutes, ein Vcrnunftideal, dasaußer aller Sinnenwelt liegt und durch Abstraktion von aller Erfahrunggezeugt wird; die Muse, indem sie das Mögliche darstcllt, stellt darumnoch nicht das Ideal dar; sie muß cs erst aus der Vereinigung mit demNothwendigen erzeugen. Ihr Bund mit der Natur genügt nicht, sie mußihren Frieden mit dem Geiste machen und der Vernunft; das Ideal kannals ein Unendliches in der moralischen Menscheuwelt nicht zur Erscheinung