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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Gemeinsame Thätigkeit.

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in dieser Hinsicht nahmen, war außerordentlich verschieden. Der Einehielt der deutschen Zeit, den räumlichen Verhältnissen den Spiegel vorund zeigte ihr ihre Natur und Gestalt an ihr selbst, auch in der Tragödiemild und friedlich und versöhnlich; der Andere faßt die Zeit in ihrenallgemeinen Verhältnissen, nahm der Vergangenheit Bilder in denSpiegel, der andere Geschlechter zeigte, und deutete auf das große Lebender Geschichte, den kleinen häuslichen Verhältnissen gegenüber.UnsereTragödie," sagt er,hat mit der Ohnmacht, Schlaffheit, Charakterlosig-keit des Zeitgeistes und mit einer gemeinen Denkart zu ringen, sie mußalso Kraft und Charakter zeigen, das Gemüth zu erschüttern, zu erheben,aber nicht aufzulösen suchen. Die Schönheit ist für ein glückliches Ge-schlecht, aber ein unglückliches muß man erhaben zu rühren suchen."Während daher die Lieblingscharaktere Göthe's mehr den Affekt als denGeist interessiren, mehr das Mitlied als die Bewunderung in Anspruchnehmen, die holden Schwächen der Natur ansichtragen und zur Ver-söhnung mit diesem Loose erschlaffend stimmen, so üben die schiller'scheneine gesteigerte Tugend auS, oft abstrakte Geschöpfe, die nach den For-derungen des kategorischen Imperativs handeln, und auspannend eineBewunderung Hervorrufen. Göthe'n reizte diese höchste Thätigkeit dermoralischen Natur nicht, Schiller':: war sie überhaupt das Höchste;jenem war das süße Seelenlciden in inneren Kämpfen der letzte Prüfsteinmehr der menschlichen Fassung, als Stärke, diesem die gewaltigen Rei-bungen des menschlichen Willens mit dem Zwang der Geschicke die Probeder Kraft und Freiheit. Er fand wie Shakespeare die heroische Stärkedes Coriolan seiner höchsten Achtung werth, die Göthe'n Grauen erregte,und selbst die eines Timoleon reizte ihn, die Göthe'n noch größer::Schauder verursacht haben würde. Der Heroismus der Sitte, der demtragischen Helden überall so leicht anklebt, ist bei Göthe nicht zu finden,bei Schiller nimmt er nur eine veränderte Gestalt an. Die menschlicheNatur hat ein gemessenes Theil Poesie in sich, ein anderes wird ihr an-gedichtet und durch Aneignung wieder zu einer Art Natur; und dieseArt erscheint bei Schiller. Die instinktive Moral und Dichtung Göthe'sist wie eine Flamme in sich selbst entzündet, die schiller'sche ein Feuer ausdem Stein geschlagen. Die Charaktere des Einen sind überall der Naturentnommen, die des Andern oft ihr entgegengebracht; er achtete daher,sagte Göthe, das Motiviren nicht, er sah seinen Gegenstand nur vonaußen an, eine stille Entwickelung aus demJnnern war nicht seine Sache.Der Geist und die Freiheit, die bei Göthe vielleicht zu selten erscheinen,erscheinen hier zu häufig, und wo Göthe's Dichtung mit den Worten: