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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Schiller und Göthe.

Arbeit zusammen in so enger Verbindung, daß sie förmlich beschlossen,ihr Eigenthumsrecht nie auseinanderzusetzen. Der erste Gedanke dazuscheint bei Göthe entstanden zu sein von den im antiken Sinne unschul-digen Epigrammen von Venedig aus; er hatte die Absicht, eine Reihemartialischer chenien ans deutsche Zeitschriften zu machen. Schiller griffdies mit gewohntem Eifer auf; für ihn hatte es etwas Reizendes,gerade mit Göthe ein Ganzes in Gemeinschaft anszuführen; er gabgleich die Aussicht auf einzelne Werke und Schreiber hinzu, und nahmden harmlosen Einfall mehr von der strengen Seite des Satirikers auf:er wollte, daß sie sich selbst nicht schonten, damit sie Heiliges und Pro-fanes angreifen dürften. Insofern war Schiller fast noch mehr Ver-führer, als, wofür er galt, der Verführte; und Göthe nannte auch dievon ihm herrührenden Leinen schlagend und scharf gegen die seinigen.In der That ist das Eigenthumörecht Beider doch im Allgemeinen soklar an sich, und auch durch die Briefe klar geworden, daß kein sehrscharfsichtiger Ehorizoute dazu gehört, um diesen Ausspruch im Einzelnenbelegen zu können. Wer die Epigramme auf uaturhistorische Gegen-stände, auf Reichardt, auf die Zeitschriften, auf die revolutionären De-magogen absondert, und die in Gruppen gestellten, die Flüsse, die home-rischen Parodien, die Philosophen, den Thierkreis (den Göthe immermit Bewunderung las) dagegenhält, der kann auch durch die letzte Feilehindurch, die die charakteristischen Ecken abschliff, den Charakter docherkennen. Schiller hatte bei diesem Geschäfte anfangs den richtigenTakt, daß er nicht allein nach poetischer Anschaulichkeit in Grnppirungensuchte, sondern auch nach Liebe und Frieden zwischen der Satire; indiesem Sinne mahnte er Göthe'n, auf einzelne Antiken und Kunstwerkenaive Charakteristiken im alten Stile des Epigramms zu liefern, und esist Schade, daß sie zuletzt diesen ernsten Theil absonderten. Dadurchbehielt freilichder Haß" die Vorhand vor der Liebe, und dem thatdie ganze Lage und Stimmung beider Dichter natürlichen Vorschub.Beide waren damals über die flaue Aufnahme der Horen gereizt. Götheäußerte sich noch spät über die geringe Theilnahme an seinem Tasso ingroßer Geringschätzung gegen das deutsche Publikum. Nah und ferndrängte sich gerade jetzt ein solcher Schwall von Mittelmäßigkeiten vor,und in der nächsten Umgebung, zu deren Bildung das Ungewöhnlichstegeschehen war, trafen die beidenDichter auf solcheSymptome des schlaffen

die Schiller-Göthischcn Zkenien. 1852 , wo man das Material nber diesen Gegenstandin erwünschter Vollständigkeit beisammen hat.