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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Gemeinsame Thatigkeit.

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Lehrgedicht, Gnome und Epigramm gingen nach der kaum zurückgeleg-ten Philosophie und Geschichte von Statten, dieGrille der Eitelkeit"verführte ihn, mit Göthe's Beweglichkeit wetteifern zu wollen, er sannüber ein kleines romantisches Epos, über diese Idylle, die ein reinerGegensatz der höchsten Satire und Komödie werden sollte, er hatte dasDrama wieder ins Auge gefaßt; Humboldt wollte ihn auch gern ingriechischen Versmaßen hören. Unter all diesem war, wie wir sehen, dienächste Frucht nur jene zweideutige Gattung, die Humboldt, dessen brief-licher Verkehr in dieser Zeit Schiller'n für seine Lyrik das war, was dermit Göthe für sein Drama, für die besten Musterstücke erklärte, die di-daktische Lyrik daran zu entwickeln. Wenn Schiller diese Gattung in derKomposition nicht zu jener Höhe steigerte, daß sie sich an das Epischeanlehnte, so durfte man doch mit Recht rühmen, daß er sie in der Dar-stellung auf eine Stufe rückte, die so leicht nicht wieder erreicht wordenist; und wenn man ihn unter uns, im Schwung und Fluge seines Aus-druckes mit Pindar verglichen hat, so mag man nachsichtig dazu sehen,wenn man bedenkt, wie freigebig Franzosen und Engländer mit der Be-zeichnung pindarischer Manier bei so vielen ihrer Dichter gewesen sind.Wie wahr eS ist, wessen sich Schiller selbst anklagt, daß ihn zuweilender Philosoph übereilte, wo erdichtete, und der Dichter, wo er philo-sophirte, so gewiß ist doch auch, daß ihn die Bestimmtheit seiner erwor-benen Begriffe nirgends verführte, Witz und Scharfsinn für Phantasie,und einen leichten bildlichen Ueberwurf im Ausdrucke für Poesie zu Hal-len. Auf dem Wege der Empfindung und Einbildungskraft erzeugt sichihm das scheinbare Chaos der Anschauungen, aus dem die Ideen her-vorspringen, die für den Ungeübten, oder den, der nicht sonsther mitdem schiller'schen Jdeenkreise vertraut ist, in einzelnen tiefsinnigen Ge-dichten, wie im Reiche der Schatten, sehr schwer aus dem räthselhaftenGanzen zu deuten sind, anderswo dagegen in einer sinnlichen Klarheitvorliegen, die mit der Schärfe der Gedanken wetteifert. Es scheint ihmganz eigentlich wohl, der Last des spekulativen Ausdruckes endlich ledigzu sein und sich mit keckem Fluge in höheren Regionen bewegen zu dür-fen. Gegen Herder's didaktische Poesien gehalten, die sich in eben diesenZeitschriften hervorthaten, erkennt man die eigenthümlichen Vorzügeder schiller'schen am auffallendsten. Die Krone trägt unter dieser Gat-tung die etwas später gedichtete Glocke. Hier ist aber auch mehr wiesonst plastische Gestalt und ein poetischer Körper erlangt. In keinerSprache fand Humboldt ein Gedicht,das in einem so kleinen Um-fange einen so weiten poetischen Kreis eröffnet, die Tonleiter aller