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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Schiller und Götb-,>

spiegelreine Leben der Götter dem Menschen vor, der zwischen Sinnen-glück und Seelenfrieden schwankt, und mahnt ihn, die Angst des Irdi-schen hinter sich zu werfen und sich ins Reich der Ideale zu flüchten.Der Genius stellt Natur uud Schule gegeneinander; dem Einzelnenwird der Trost gegeben, daß er sich die goldene Zeit zurückcufe, wo Will-kür den Frieden der Natur noch nicht gestört, und Weisheit gibt ihmdie verlorene Natur zurück. Die Klarheit und Harmonie des Wesens istüberall dies edle Ziel, wohin der Dichter, wie vorher der Philosoph, dieMenschheit weist; und wie er dem Menschen das Leben der Götter vondieser Seite preist, so dem Manne das Weib. Nicht nur der weiblichenForm ist in den Ansichten Schiller's, Humbvldt's und Burdach'S dasElement der Schönheit vorzugsweise eigen, sondern auch geistig stehtdas Weib in jener Harmonie der Kräfte, die die Bedingung der Schön-heit ist, dem Manne voran, dem es sonst überall weicht. Die Würdeder Frauen ist in diesem Sinne gedichtet. Der Spaziergang be-rührt wieder die höchsten Fragen des inneren Einklangs, der Kultur,der ruhigen Natur, deren Frieden die Kunst mit sich führt, und stellt dieGegensätze der Einfalt nnd Bildung, Verwilderung und Sittigung derBetrachtung vor. Gegen dies Gedicht, das aller Freunde Beifall erntete,fand Schiller Ideal und Leben nur als ein Lehrgedicht, dessen Inhaltnicht poetisch ausgeführt werde; und doch muß man auch bei dieserElegie bedauern, daß die schönen, so Phantasie- und empfindungsvollenals ideenreichen Sätze nicht (wie es Pindar durch seine Mythen Pflegte)an eine Handlung geknüpft sind, die dem Leser ein anschaulicheres Bildin der Seele zurückgelassen hätte. Die war allerdings ein Schade, dendie philosophische Beschäftigung Schiller'» zufügte; er überließ sich demJdeenhaften zu sehr, und meinte der Poesie genuggethan zu haben, wenner jenes an irgend eine apographische Schilderung angereiht hätte. Sowar er ganz erfüllt von einer Idylle, die Vermählung Herkules' undHebe's, die sich an Ideal und Leben anknüpfen sollte. Wieder wäre jenerGedanke, der Uebertritt des Menschen in den Gott, das Thema gewe-sen ; es schwindelte ihm bei dieser Aufgabe,das Ideal hier zum Stoffzu haben, alles Sterbliche in einer poetischen Darstellung ausgelöscht,eine Scene im Olymp er wollte den ganzen ätherischen Theil seinerNatur zusammennehmen, mit der sentimentalen Dichtung selbst über dienaive siegen." Znm Glück fühlte er noch zur rechten Zeit, daß hier nichtsPlastisches werden könnte, und er gab diesen Gedanken auf, der ihnüber die Grenzen des Idealen hinweg in das Spirituale und Nihili-stische geführt hätte. Das Gelingen hatte ihn gereizt. Lied, Elegie,