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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Gemeinsame Thärigkeir.

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die Nation war damit nicht gesättigt; sollte sie es sein, so hätte sie ste-hen bleiben müssen; ja, als die Romantiker die reine, formale Kunst be-haupten wollten, ward es ein Rückgang. Nicht allein der Fortgang alsozu dem Gesättigten der Poesie durch Einmischung fremder Bestandtheileliegt in der Natur der Dinge, sondern auch der Beifall, den dies findet.Nicht allein loben wir in der Masse Schiller's Poesie vor Göthe's,sondern auch der Spanier nennt Calderon an der Spitze seiner Dichter,und das Alterthum nannte Euripides weiser als Sophokles; in derplastischen Kunst stand von jeher nicht das naive Produkt des Phidiasund seiner Zeit am gelähmtesten, sondern der Apoll von Belvedere unddie kleomenische Venus, und aus der alten Architektur ist tausendmaldie korinthische Ordnung uachgeahmt worden, ehe Einmal die hohe Ein-falt der dorischen. Schiller hat die Leidenschaften und Neigungen, dieGöthe ans dem Zwange des Geistes erlöst hatte, gereinigt und ihnenedle Ziele gegeben, daß sie der Ebenbürtigkeit mit der Vernunft auchwürdig würden, er hat in grellerem Schmucke der Poesie zu den TriebenIdeen hinzugeworfen, deren Gehalt, so lange wir ihn und Göthe lesen,neben der instinktiven Richtung, die der letztere gegeben, bestehen undmit ihr wechseln wird. Denn man muß es gestehen, daß dies idealeStreben, das Schiller's Dichtungen mit einer merkwürdigen Energieaussprachen, von den schönsten Erfolgen gekrönt war, was ja Götheselbst mit halbem Widerstreben zuletzt zugeben mußte. War Schiller sei-ner ganzen Natur nach gcnöthigt, zu Allem, was ihn fesselte, die Ideenzu suchen, und soweit der Philosophie anheimzufallen, wie wir ihndenn in jenen Aufsätzen die Lage der Zeit und des Vaterlandes, dieStandpunkte der Dichtung, die Natur der Kunst, der vorragenden Künst-ler und seines eigenen Berufs sich zum Bewußtsein haben bringen sehen,so war er doch noch entschiedener genöthigt, das so Erkannte wiederrückwandelnd in lebendige Bilder der Anschauung ansznprägen, und demUnendlichen Gestalt und Erscheinung zu geben. Denn wie wenig ihndas Systematische der Schule reizte, kann ein einziges Gedicht, wie dieWeltweiscn, aussprechen, das fast wie aus Göthe's Feder und Seeleklingt. Und eben das charakterisirt seine Gedichte dieser Zeit, daß darindie philosophischen Ideen, in denen er sich bisher bewegt hatte, in an-derer Form ansgedrückt sind; denn überall erkennt sich in diesen lehr-haften Gedichten, der eigenthümlichsten Gattung Schiller's, in dererganz original ist, derselbe Grundgedanke wieder, der uns schon sehr ge-läufig ist. In dem Reiche der Schatten (Ideal und Leben), einemder ersten Gedichte dieser Zeit, in dem er sich genugthat, hält er das