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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Gemeinsame Thätigkeit.

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geht durch alle Welt und richtet Spaltungen an, die in dem Wesen desMenschen unvermeidlich gegründet liegen; jede Literatur hat ein solchesPaar aufzuweisen, nach dessen feindlichen Gegensätzen sich die Massen zer-theilen. Zwischen Aristoteles und Plato, zwischen Zeno und Epikur,zwischen Rousseau und Voltaire, Ariosi und Tasso, Lope und Calderon,Wolfram und Gottfried hat sich der Streit nie geschlichtet und wird sichnie schlichten; noch zwischen Herder und Lessing, zwischen Wieland undKlopstock liegt diese Kluft, über die diese Männer selbst nicht hinwegkonnten. Daß Göthe und Schiller diesen eigensinnigen Abschluß über-wanden und in der Anschauung ihrer himmelweit getrennten Natureneinen Genuß fanden, dies war das erfreuliche Zeichen, daß jene ächteKalter und Menschheit, die sie anstrebtcn, jene Versöhnung von Naturund Geist, unter uns möglich geworden ist. Sie selber wirkten dahin,mit schönem Beispiele ihre großen Theorien in der Wirklichkeit darzu-stellen, und uns Deutschen muß dies ein Lob und eine Tugend heißen, derwir nachtrachten sollen, und die um so lauter für die Aechtheit unsererBildung sprechen wird, in je weitere Kreise wir diese Mehrseitigkeit undVersöhnlichkeit des Geschmacks und der Einsicht verbreiten können, jeaufrichtiger wir uns der jeseitigen Vorzüge beider Dichter in ihrem eige-nen Sinne ergänzend zu erfreuen vermögen. Gelänge uns, einen sol-chen Standpunkt unserer Bildung festzuhalten, dann dürften wir, wiees Göthe von sich aussagte, auch im Ganzen von der Zeit jener Verbrü-derung unter Beiden eine neue Epoche rechnen.

Das erste Zusammentritten beider Dichter war an den äußern An-laß, die Gründung der Horen (179507) geknüpft, an die sich derMusenalmanach (1796180l) anschloß, worin dann die cheniendas Charakteristischste sind, was die vereinte Thätigkeit Beider und ihreStimmungen bezeichnet. Wir fassen dies Alles unter Einem Gesichts-punkte zusammen. Die Absicht war, in diesen Zeitschriften alles früherVorhandene dieser Art zu verdunkeln, und die Ersten der Nation umeinen gemeinsamen Mittelpunkt zu versammeln. Kant, Fichte, Hum-boldt, Garve, Klopstock, Herder, Jaeobi, Engel, Götter, Matthisson,Weltmann, Schlegel wurden zu Mitarbeitern ausersehen. Der reineTrieb, sich zu einbr erneuten Thätigkeit zu steigern, war bei Schiller,sich ausrecht zu halten und zu neuer Arbeit zu stärken, bei Göthe einoffenbarer Grund, der zu diesen Unternehmungen stimmte, und das all-gemeine Motiv, das sie Beide dabei leitete (und das sich z.B. in Göthe'sEpisteln über das Schreiben und Lesen aussprach), war, ein Gegengewichtgegen die Masse des Mittelmäßigen, das die Literatur überschwemmte,

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