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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Philosophie. (Schiller.)

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beide Arten thätig ist, dieser Zustand der realen und aktiven Bestimmbarkeitzwischen dem physischen der sinnlichen Bestimmung und dem moralischenZustand der vernünftigen Bestimmung heißt der ästhetische. In diesemZustande ist der Mensch in Absicht auf einzelne Resultate Null, daherihn Viele für unfruchtbar und indifferent halten; durch ästhetische Kulturwird kein einzelner Zweck erreicht, sondern nur dem Menschen die Frei-heit zurückgegeben, aus sich zu machen, was er will, die ihm durch dieeinseitige Nöthigung der Natur beim Empfinden, und die ausschließcndeGesetzgebung der Vernunft beim Denken genommen ist. Der Menschhat dieses freie Vermögen der Bestimmbarkeit vor jedem bestimmten Zu-stande, es wird uns bei jedem Wechsel der Zustände wiedergegeben. Vieleertragen den ästhetischen Zustand nicht lange und dringen zu Resultaten,Andere gefallen sich in dem Gefühle des ganzen Vermögens besser als ineinem einzelnen Akte desselben; jene fürchten sich vor Leerheit, diese vorBeschränkung; jene sind fürs Detail und subalterne Geschöpfe, diese,wenn sie mit jenem Vermögen zugleich Realität verbinden, fürs Ganzeund zu großen Stellen geboren. Daher haben auch Die Recht, die diesenZustand für den fruchtbarsten für Erkenntuiß und Moralität erklären.Denn diese Gemüthsstimmung, die das Ganze der Menschheit in sichbegreift, umschließt auch ihre einzelnen Aeußerungen dem Vermögen nach;sie ist jeder einzelnen Funktion günstig, weil sie keine ausschließend inSchutz nimmt; sie gibt nicht einzelnes Geschick, sie führt zum Unbegrenz-ten. Unsere Menschheit äußert sich in ihr in voller Integrität; Sinnen-genüsse spannen ab, Geistesgenüsse an, Beides erschöpft, nur bei demGenüsse der Schönheit sind wir unserer Kräfte gleich Meister, und wen-den uns mit gleicher Leichtigkeit zu Ernst und Spiel, zu Ruhe und Be-wegung, zu Denken und Anschauen. Diese hohe Gleichmüthigkeit desGeistes, mit Kraft und Rüstigkeit verbunden, ist die Stimmung, in deruns ein ächtes Kunstwerk entlassen soll. Nur die Form wirkt auf dasGanze des Menschen, der Inhalt auf einzelne Kräfte, daher die Form indem Kunstwerke Alles thun soll.

Im physischen Zustande nimmt der Mensch die Sinnenwelt blosleidend auf; im ästhetischen stellt er sich außer ihr und betrachtet sie; so-bald er sie denkt, wird er ihr Herr, deren Sklav er vorher war; sie stehtals Objekt vor ihm, als welches sie seine Macht erfährt, nicht mehrMacht über ihn hat. Auch die Schönheit ist das Werk der Reflexion undfreien Betrachtung, wir treten mit ihr in die Welt der Ideen, allein ohnedie sinnliche Welt, wie bei Erkenntniß der Wahrheit geschieht, zu ver-lassen. Diese ist das reine Produkt der Absonderung von allem mate-