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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Philosophie. (Schiller).

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unendliche Zeit schweigend hineinwerfen. Nicht soll er sich unmittelbarauf die Gegenwart und das handelnde Leben werfen, sondern bloSdie Richtung geben, die der ruhige Rhythmus der Zeit zur Entwickelungbringen muß. Diese Richtung gibt er, wenn er lehrend die Gedankenzum Ewigen erhebt, handelnd und bildend das Nothwendige und Ewigein einen Gegenstand der Triebe verwandelt. Der Ernst der Grund-sätze wird die Menschen scheuchen, aber im Spiele ertragen sie sie, hiersoll er sie ergreifen! Ihre Marimen wird er umsonst bestürmen, ihreThaten umsonst verdammen, aber an ihrem Müssiggang kann er seinebildende Hand versuchen. Wie also soll die Kunst jene Abwege der Bil-dung, Rohheit und Erschlaffung im Staate heilen? da diese doch dieEnergie des Charakters zu schwächen scheint, die wirksamste Feder allesGroßen? und da mau doch lieber auf die Gefahr der Rohheit und Härtedie schmelzende Kraft der Schönheit entbehren würde, als sich bei allenVortheilen der Verfeinerung ihren erschlaffenden Wirkungen überliefertsehen? Aber vielleicht, meint er, sei die Erfahrung hier die Richterinnicht, die diese Frage schlichten muß; wenigstens müsse es gewiß sein,daß es dieselbe Schönheit ist, von der er redet, und gegen welche dieBeispiele aus der Geschichte zeugen. Und von hier gelangt er nun aufseine Untersuchung nach dem reinen Vernunftbegriffe des Schönen.Diese Wendung konnte einfacher sein. Denn in der That scheint die Er-fahrung seinen Sätzen in keiner Weise zu widersprechen, und es istSchade, daß er in der Geschichte zu wenig bewandert war, daß ec in ihrzu wenig Gesetz und geregelte Entwickelung sah, oder auch, daß er zusehr zu seinem eigentlichen Zwecke eilte, als daß er sich Zeit genommenhätte, gerade an den Beispielen von England und Frankreich zu zeigen,in wiefern und wieweit den politischen Bildungen in diesen Ländern dieliterarische vorgcarbeitet hätte. Denn dies ist der Kern dieser Sätze Schil-lec's: er sieht, daß die moderne Zeit des Bedürfnisses und Nutzens sichden politischen Entwickelungen nicht entziehen kann. Auch will er siediesen, denen er gar nicht wie Göthe abgeneigt ist, nicht entziehen; erwill sie nur auf einem Umwege bereichert dahin führen, er möchte siebefähigter dafür bilden, denn er fühlte, daß die große Epoche, die dasJahrhundert geboren, ein kleines Geschlecht gefunden hatte. Er gehtdabei von der Ordnung aus, in der sich der menschliche Geist entwickelt,und die er im 23. und 24. Briefe andeutet. Die drei Momente, in denender Mensch erst in seinem physischen Zustande die Macht der Natur er-leidet, sich ihrer entledigk im ästhetischen Zustande, und sie durch Willenund Vernunft beherrscht im moralischen, sind die drei Epochen für die