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Schiller und Göthe.
(1783) und Eschenburg's Theorie und Literatur der schönen Wissen-schaften (1784), in denen man die einzelnen Aufklärungen, die sich inSulzer's, Lessing's, Mendelssohns, Hoine's, Engel's und anderenSchriften zerstreut fanden, mit praktischem Takte in ein Ganzes zusam-menreihte, konnten sich so wenig wie die Aesthetiken der Heidenreich undDalberg (1790, 1791) neben den anregenden Untersuchungen Hallen,die mit strenger Folgerichtigkeit auf den Einen Mittelpunkt der ästhetischenWissenschaft loödrangen. Die spekulativen Auseinandersetzungen diesesWerkes sind zunächst gegen die auf Psychologie und Erfahrung gegrün-dete Untersuchung über den Ursprung unserer Begriffe von dem Erhabenenund Schönen von Burke (deutsch von Garve 1773) gerichtet. Es istdarin Alles, was von deutschen Aesthetikern, Lessing nicht ausgenommen,geschrieben war, gänzlich ignorirt; man müßte denn eine innere Folgedarin suchen, daß, nachdem Lessing die Schönheit der Kunst zum Ziele gege-ben hatte, nun Kant zeigt, was sie sei. Ueberhaupt aber springt es indie Augen, daß Kant in einer völligen Unbekanntschaft mit dem Stand-punkte der deutschen Dichtung war. Dies hätte, wenn nicht Schillerdazwischen getreten wäre, das Buch vielleicht ohne alle praktische Be-deutung gelassen. Wie sehr hat diese Abtrennung nicht dem Schluß-theile desselben, wo die Arten der schönen Kunst unterschieden werden,geschadet! Hier glaubt man manchmal einen schlesischen Aesthetiker des17. Jahrhs. zu hören, und Herder hat hier nur zu viel Stoff gefunden,in seiner Kalligone die Sätze, die aus dem „tonlosen Gemüthe" stamm-ten, dem Pope und Haller Lieblingsdichter waren, lächerlich zu machen,indem ec Geschichte gegen Abstraktion setzt und, wenn nicht immer dierechte Parade, so doch die rechte Waffe zur Bekämpfung traf. Destounbilliger focht er den spekulativen Theil des Werkes an. Daß Kantohne bedeutende Anschauungen, mehr nur an die Begriffe früherer Phi-losophen angelehnt, die das Wesen des Schönen in eine innere Voll-kommenheit und Zweckmäßigkeit setzten, die nur dunkel erkannt werde,auf jene Sätze kam, welche die Kunst von allem Bedürfniß und Nutzen,die freie Schönheit von der anhängenden trennten, welche das Wesent-liche der Kunst in die Form setzten, dies macht seiner spekulativen Gabealle Ehre; es stellt ihn auf eigenem Wege den Ergebnissen gleich, dieLessing denkend, die Göthe und Wieland ausübend gewonnen hatten.Wenn sich Herder hiergegen auflehnte, so geschah es des Mißbrauchswegen, den die romantischen Dichter in praktischer Anwendung mit derLehre von der rein formellen Dichtung trieben, ein Mißbrauch für dendoch Kant am wenigsten verantwortlich zu machen war, der die schönen