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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Schiller und Gvrhe.

und plagt. Seit jenen Zeiten trat daher die aristokratische Vornehmheitin Göthes Benehmen vor, die seinem Herzoge selbst in ihren Anfängenso lächerlich anffiel, die ihm so viele Freunde entfremdet hat; er nahmdie Kennzeichen jener Engherzigkeit an, die so leicht die Begleiterin einerruhigen Bildung" und einer feinsten Civilisation und Kultur ist. Erfing nun an, jenen Frieden mit der Welt zu machen, der sich zuletzt inAlles fand; und er nannte das in seinem quietistischen Alter zu histo-rischer Ansicht gelang e n, wenn man sich bei Allem beruhigte undmit Niemandem stritt. So wäre freilich des Geschichtsschreibers Geschäft,sich das Vergangene nur vom Halse zu schaffen, da er es doch wiedcr-schaffen und wiedergeschehcn lassen soll, bei welchem Geschäfte er überalldie gleiche Ehrfurcht vor der Weisheit des Schicksals und vor der Frei-heit des Menschen behalten wird. Nun lenkte der Mann, der einst mitdem eigenen Beispiele die Jämmerlichkeit des deutschen Kurialstils zubannen gesucht hatte, hofmännisch ein, stellte die altfränkische Herrlichkeitwieder in alle ihre Recht her, und erzählte seinen Künstlern in den Pro-pyläen die Schicksale der hcmsterhuys'schen Gemmensammlung im unter-thänigsten Respektstile: daßJhro des Königs der Niederlande Majestätallergnävigst durch Jhro des Hrn. Landgrafen von Hessen-HomburgHochfürstliche Durchlaucht ihm habe vermelden lassen, daß gedachteSammlung in Allerhöchst Jhro Besitz wohl verwahrt sei"! Wohin wardieser Dichter der Natur, der Unabhängigkeit, der Antikonvenienz endlichabgeirrt, als er den Naturdichter Hilter zurechtwies, der sich seinerschönen Königin gegenüber auch ein kleiner König fühlte, und ihr eineViertelstunde getrost in die Augen sah!Ein wahrer Dichter, belehrteer ihn, hätte sich in der Nähe der Majestät ganz anders gefühlt; erhätte den unvergleichlichen Werth, die unerreichbare Würde, die unge-heuere Kraft geahnt, die mit der ruhigen Persönlichkeit eines Monarchensich einem Privatmann gegenüber stellt"!!Ein einziger Blick aus sol-chen Augen hätte ihm genügt, in ihm wäre so viel aufgeregt worden,daß sein ganzes Leben sich in eine würdige Hymne verloren hätte"!!Dies heißt doch wahrlich allersubmisseste poetische Devotion und dithy-rambische Ersterbung!!

Die innere Lage des Dichters bei jenem großen Ereigniß des vori-gen Jahrhunderts, die im Laufe der Zeiten ans diese karrikaturartigenAeußernngen eines Höflingssinnes führte, der dem ganzen Charaktereines geistig so gesunden Mannes unnatürlich angeklebt war, führte ihndamals unmittelbar zu einer Reihe politischer Dichtungen, die sich direktauf die französische Revolution beziehen. Wer des Dichters Werke