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Schiller und Göthc.
vorläufige üble Ausgang jener großen Reformation der Welt konnte nichtseinen Begriff vom moralischen Zusammenhänge der Dinge aufhebcn.Wir reden von Georg Förster, einem der klassischsten Schriftsteller un-serer Sprache und der seltensten Menschen aus dem Kreise unserer Lite-raten. Daß aber dieser Mann nicht gehört wurde, das machten schonseine Schicksale begreiflich. Er schien ja weit der Berirrtcstc unter allenVerirrten, denn er durchschaute vom ersten Augenblicke die Verirrung derdeutschen Regenten und brauchte seine Kräfte da, wo etwas zu wirkenwar; er that nach den Grundsätzen, die man, wie eS unsere Art ist, inDeutschland nur in der Idee, nicht in den Handlungen ertrug; man er-klärte ihn in Acht und Bann, man setzte einen Preis von hundert Duka-ten auf seinen Kopf, und Schiller und Göthe mochten in den Genien dentragischen Fall dieses ManneS mit einem elenden Witz begleiten, der esbeweist, wie unendlich ein wirkender praktischer Sinn ans dem Gesichts-kreis unserer größcsten Männer ablag. Wer die Werke Forstcr's und seinLeben kennt, die freilich beide aus dein Gedächtniß der Nation geschwun-den sind, den wird es nicht befremden, daß wir von ihm anssagen, er seiein größerer Politiker als die größcsten, die wir unter uns in Deutsch-land schlechtverdientermaßen mit diesem Namen beehren, er habe die An-lage gehabt, ein wahrhaft großer Staatsmann zu werden, er sei praktisch,wie sein Freund Lichtenberg literarisch, dem kleinlebigen Geiste des deut-schen Volkes zum Opfer gefallen und habe seine größten Gaben unent-wickelt zu Grabe getragen. Wie sehr gegen die Regel waren aber auchdie Schicksale, die uns ausnahmsweise einen solchen Mann bildeten!Er mußte in England aufwachscn, als Jüngling die Welt umsegeln, undsein übriges Leben in der Sehnsucht nach einem großen praktischen Wir-kungskreise verbringen, der ihm in Deutschland nicht blühte. Als jeneRevolutionszeiten kamen, wo man in Deutschland aus der Theilnahmean denGeschicken der Menschheit ein Verbrechen machte, drängte sich auchihm wohl der Gedanke ans, in dem sich jeder ehrliche Deutsche am glück-lichsten fühlte, sich aus sich selbst zurückznziehen und für sich allein zu sor-gen. Es gab aber noch ein Zweites: sich dorthin zu wenden, wo jeneGesinnungen kein Verbrechen waren, und dies lag dem thatsinnigenManne nahe genug zu thun, der in der Schule des Lebens kein Neulingwar, der nicht aus fliegender Hitze, sondern aus einer ruhigen und selbstphlegmatischen Natur nach Grundsätzen handelte. Sich aus dem Vater-lande nichts zu machen, das hatte ja das deutsche Vaterland in Theorieund Prariö selbst gelehrt! nur dort ein Vaterland zu glauben, wo Frei-heit ist, das hatte er aus der Kenntniß von England und der Geschichte