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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Geschichte und Politik. (Göthe.)

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jetzt, alles Menschenwerk von sich zu stoßen und nur in der Natur zuleben. Wie Göthe nach China, so zog er sich, um alle Politik zu ver-gessen, in daS Studium der Südsee zurück; er wollte mit eultivirtenMenschen nichts mehr zu thun haben, er wandte sich zu der Natur, ander die Menschen nichts verderben konnten. Er rief ein Wehe über denGeschichtschreiber, der die Geschichte jener Zeit schreiben wolle, die dochder Historie so große Stoffe bot; er meinte, das Resultat des Ganzenwerde sein, daß Niemand mehr Geschichte schreiben werde. Schlosser'sFreund Klinger fand die Begebenheiten der Revolution geeignet, allenGlauben an eine Vorsehung mit der Wurzel auszurotten; man müsseein Theolog sein, und ein recht orthodorer, um diese Angel zu ver-schlucken, an der ein Walisisch verbluten könnte!Daß etwas Teuflischesin der menschlichen Natur liegt, schrieb er, und sich der Oberherrschaftbemächtigt, sobald es nur kann, haben wir an der französischen Revolu-tion gesehen, und cs scheint, als sei es nur dies Teuflische, das denSumpf bewege, in dem sich das Menschengeschlecht herumwälzt. Ge-lungen ist dies Werk einmal; es ist nur Menschenwerk und leider ganznatürlich zugegangen, so teuflisch es auch aussieht. Da habt ihr eineallgemeine Weltgeschichte zur Lehre und Warnung, in Einem Athemzuge,wie freilich kein deutscher Professor seinen Zuhörern zum Leitfaden zu-geschnitten hat!" So urtheilten die Männer, die sich mit den Dingender wirklichen Welt noch dazu abgegeben, die so manche Probe ihrespraktischen Urtheils geliefert hatten; was sollten die Anderen thun, diedie Geschichte niemals berührt hatte? So grell waren die Einflüsse dieserBegebenheiten auf das vom wirkenden Leben völlig entwöhnte Volk!Selbst die Unveränderlichsten litten hier Erschütterungen, die am merk-würdigsten von der Heftigkeit der empfangenen Eindrücke zeugen. Wie-land hatte die Zeitereignisse Schritt für Schritt verfolgt; er hatte sichmit den Konservativen überworfen, als er die Revolution vertheidigte,und mit den Freiheitsenthnsiasten, als er gegen ihre Fortgänge eiferte;die parteite Nation hatte kein Ohr für seine Ironien, keinen Sinn fürdie historische Unparteilichkeit und Gerechtigkeit, mit der er die Fragendes Tages wog. Er hatte eine kosmopolitische Adresse an die National-versammlung gerichtet; er beleuchtete in seinen Schriften die Revolutionals ein Ereigniß, das nach Naturgesetzen nothwendig eingetretcn war, erverfocht ihre Wohlthätigkeit lange, als schon ihre Schrecknisse begonnenhatten. Aber als der Konvent den König in den Privatstand herabstießund die Nation ihn opferte, da erhielt sein humanistischer Kosmopoli-tismus, der so tief in ihn verwachsen war, einen Stoß. Als die große

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