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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Geschichte und Politik. (Glühe.)

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eigenen Kräfte macht den einzelnen Menschen elend; die Ungleichheit derBürger, der Völker macht die Erde elend, so wie alle Stürme aus un-gleichen Luftvertheilungew entstehen. Aber zum Glück liegt es in derNatur der Berge, die Thäler zu füllen. Bei der fürchterlichen Ungleich-heit der Völker in Macht, Reichthum, Kultur, kann nur ein allgemeinesStürmen aus allen Kompaßecken sich mit einer dauerhaften Windstillebeschließen. Ein ewiges Gleichgewicht in Europa setzt ein Gleichgewichtder übrigen vier Welttheile voraus, welches man, kleine Vibrationenabgerechnet, unserer Kugel versprechen kann. Man wird künftigso wenig einen Wilden als eine Insel entdecken. Die längsten Regen-monate haben ausgewittert. Noch steht ein Gespenst aus der Mitternachtda, das weit in die Zeiten deö Lichts hineinreicht, der Krieg! Aber wieman vom Vesuv berechnet, daß er nur zu 43 Entzündungen noch Stoffverschließe, so könnte man die künftigen Kriege zählen! Aus Allemfolgt: es kommt einmal ein goldenes Zeitalter! das jeder Weise undTugendhafte genießt, und wo die Menschen eS leichter haben gut zuleben, weil sie es leichter haben überhaupt zu leben, wo Einzelne, abernicht Völker sündigen, wo die Menschen nicht mehr Freude, sondern mehrTugend haben, wo das.Volk am Denken und der Denker am ArbeitenAntheil nimmt, wo man den kriegerischen und juristischen Mord ver-dammt und nur zuweilen Kanonenkugeln mit dem Pfluge aufackerr.Wenn diese Zeit da ist, so stockt beim Uebecgewichte des Guten die Ma-schine nicht mehr durch Reibungen. Wenn sie da ist, so liegt nichtnoth wendig in der menschlichen Natur, daß sie wieder ausarte,und wieder Gewitter aufziehen." Nach seinem Systeme mußte die ganzeErde nothwendig^) in eine Nniversalrepublik zusammenfallen. Diesepolitische Manie hat sich fast unbegreiflich unter uns in die Jugend ein-gegraben, die nur, wo sie von dem geraden Hinarbeiten nach diesemZiele durch die Gewalt abgeschreckt wird, in die Untergrabung der be-stehenden Gesellschaftsprincipien durch die Weltliteratur abbcugt, zuder Göthe das erwünschte Stichwort gegeben. Gewiß, es wäre armselig,den menschlichen Entwickelungen für die Zukunft strenge Grenzliniennach dem Maßstabe der Vergangenheit vorzieheu zu wollen, doppeltarmselig in einer Zeit, wo nur die bloßen mechanischen Erfindungen denZustand der Welt zu verändern scheinen, da sie noch im ersten Stadiumeiner neuen Periode stehen. Aber wo man für die Wahrscheinlichkeits-berechnungen der künftigen Gestaltung der Welt einen Kalkül anwcndet,

79) S. Hesperus im 32sten Hnndsposttage.