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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Geschichte und Politik. (Gvthc.)

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das sich Müller's Schweizergeschichte (1786) vergliche, hätte in demeigentlichen Deutschland nur in engem Bezirken (wie Müser's osnabr.Geschichte) entstehen können, wie es auch nur in derSchweiz volksthüm-lich werden konnte; auch dieses Werk aber schien in jener Manier, wiees kleinlichen Stoff und eine affektirt gehobene Darstellung unversöhntvereinigt, immer einen Zwang anzudeuten, den uns die Geschicht-schreibung noch auflegte. Wie Müller als Geschichtschreiber glänzte, soauch als Politiker; noch der neulich veröffentlichte Briefwechsel verrätheS überall, wie man ihn lange Zeit als den Mittelpunkt politischerWeisheit allgemein betrachtet habe. Und doch ist es bekannt, wie zwei-deutig sein politischer Charakter in den Stürmen der Zeit erschien; csist bekannt, wie seine politische Einsicht sich über sein Volk und Vater-land täuschte, und wie er, unfähig, die Ereignisse der wirkenden Weltzu ertragen, am gebrochenen Herzen starb, ein Fall, der sich in einemandern Historiker, in Niebuhr, später wiederholte. Wieder anders wares bei Spittler. Ein so entschiedenes historisches Talent wird überhauptselten geboren. Aber die pragmatische Kürze, mit der er die Geschichtenvon Würtemberg (1783) und Hannover (1786) behandelte, und, vonden großen Bewegungen in Frankreich aufgemuntert, nicht eingeschüchtcrt,die europäischen Staatengeschichten (1793) entwarf, war wieder nichtgeeignet, in weiten Kreisen Theilnahme zu erregen, so werthvoll sie auchdem Kenner ist. Im persönlichen Wirkungskreise als Lehrer muß Spittlermehr als Einer dazu bereisen gewesen sein, geschichtlichen und politischenSinn zu wecken; allein er warv bald diesem Berufe und der Wissenschaftentzogen, er ward in den praktischen Staatsdienst gerufen, und hier hielter leider auch nicht die Probe. Von Weltmann dürfen wir kaum reden.Er schwang sich in dem anmaßenden Dünkel der romantischen Schuleüber Alle hinweg, er sah sich wohl schon im Mittelpunkte einer jungenGeschichtschule; und doch war er nur ein historischer Phantast, der dieGegenstände der Wirklichkeit mit idealem Maßstabe richtete, und nur einganz abhängiger Geist, der unentschieden bald zu Müller's und Taeituö'Fahne schwur, bald Spittler's meisterhafte Winke paraphrasirte.

Wir zwingen uns in diesem Gebiete um so mehr zur Kürze undblos andeutenden Winken, als es »ns hier am meisten verführen könnteweitläufig zu werden. Nur über Schiller's geschichtliche Werke wollenwir einige Bemerkungen noch beifügen, weil sie uns wegen des Mannessowohl, als wegen ihres Verhältnisses zu seiner Poesie näher liegen.Bei den angegebenen Verhältnissen würde es uns nicht wundern, wennSchiller des politisch historischen Interesses so wenig gehabt hätte wie