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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
Seite
327
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Unmittelb. Einwirk. d. Wissenschaften u. Lebenszustände. 32?

daß der epikureische Wieland, der ihn jetzt mit weit andern Augen be-trachtet, als es früher der schwärmerische Jüngling that, die schwachenSeiten des Mannes vorzugsweise verhöhnt, während, säst wie bei Ni-eolai der neuern Philosophie gegenüber, kein Organ des Verständnissesfür seine großen Seiten sichtbar wird. Auch zeigt das Werk in denvielen Erörterungen kritischer philologischer Probleme die Verwandt-schaft, die es mit den Zwecken des Attischen Museums hat, und denNebcrgang, den cs mit diesem aus der poetischen in eine wissenschaftlichePeriode einleitet.

Auf welche Vielgeschäftigkeit und Ausdehnung unserer Literaturlassen nicht nur schon die wenigen Fingerzeige auf die wenigen Gattungenschließen, die wir bisher erwähnt haben. Und noch haben wir nichteinmal den ganz gewöhnlichen Unterhaltungsroman genannt! Nachdemdie schöne Prosa alle großen Gegenstände des öffentlichen Lebens berührthatte, so bemächtigte sie sich nun auch im ganzen Umfange aller derkleinen Gegenstände der engern Gesellschaft und des Privatlebens. Indiese Gebiete folgt die Geschichte nicht. Sie hat es nur mit dem zuthun, was auf dem öffentlichen Boden der Nationalkultur, zur rechtenZeit gesäet, als erzielte Pflanzung darin ausgeht; das Unkraut, dasvon selbst dazwischen wuchert, geht sie nicht weiter an, als daß sie auf-merksam daraus macht, wie viel Nabrungssast es der ächten Saat ent-ziehen mußte. Und wenn auch dies nicht wäre, so haben wir unserWerk von Anfang an daraus angelegt, unsere Dichtung nur bis zu ihremHöhepunkte zu führen, nickt ihre Ausbreitung und ihren Rückgang zuverfolgen. Es begannen jetzt die Zeiten, wie Wieland sagte, wodieLangbeine, die Kind und Kindskinde, alle Zugänge und Hügelchen desdeutschen Parnasses besetzt hielten"; dieUrtheilskraft und der Geschmackdes Volks ward ganz mit der hereinbrechenden Fluth verschwemmt, undwie im Schauspiel, so im Roman gab man bald der geringsten Hefe unddem geläutertsten Tranke die gleicke Geltung. Wir wissen nicht gleich,wer es sagte, daß bei einer vollkommenen Polizeiordnnng keine Romanemöglich sein müßten, weil alles Unordentliche, Abenteuerliche, und wasdie Wirklichkeit und das Gewöhnliche scheut, alsdann aushören und mit-hin aller Stoff wegfallen würde; allein unsere Laune und Clauren undHell, und wie die andern Krähwinkler alle heißen, hätten und habendas Mittel gefunden, aller Polizei zum Trotz auch ohne alle Unordnungund Leidenschaft, ohne Abenteuer und Wunder, und ohne Alles, wasnur polizeiwidrig sein kann, ganze Sündfluthen von Romanen zu machen.Ja, wenn man mit chinesischer Strenge verfahren wäre, und mit