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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Übersicht der schonen Prosa (Romanliteratur).

verweilte, auch aufs Praktische aus. Das Erste ist hier verhältnißmäfiigdas Beste; wie abstrakt und schulmäßig in diesem und andern Volks-nnd Schulbüchern von Rochow und Rescwitz noch Vieles ist, so ist dochvon vielen Spätem, wenn man die Standpunkte der Zeiten in Anschlagbringt, kaum etwas den Schriftchcn dieser Männer nur gleich zu schätzen.Jetzt brach die große Fluth volksfreundlicher Bildungsschriften herein;in wenigen Jahren wimmelte Alles von Wochenschriften, Zeitungen,praktischen Unterweisungsbüchern und menschenfreundlichen Geschenkenan das Volk und die Kinder. Die Aufklärung des Laudmannes wardnicht allein in der Schweiz ein Ehrengeschäft; auch in Deutschland nahmsich R. Zach. Becker ihrer besonders an; er kündigte in einem Versuche(1785), wie Basedow ehemals, sein berühmtes Noch-und Hülfsbüchlein,sein Elementarwerk für den Bauer, an, er posaunte die Ermunterunghoher Personen aus, erlegte, ganz wie Basedow, dieselbe Wichtigkeitin sein Geschäft, und meinte, der Schriftsteller müsse mit einer Schand-strafe belegt werden, der es nur bezweifeln wollte, ob Vernunft auch fürden Bauer besser sei als Unvernunft; es glückte ihm, sich mit diesemeinzigen Büchlein ein artiges Vermögen zu erwerben! Kaum war 1776Rochow's Kinderfrcund erschienen, so kam Weiße'S Wochenschrift unterdemselben Titel zu Tage, die Großmutter von vielen anspruchsvollenEnkelinnen; zwischen diesen Geschlechtern lag der Briefwechsel des Kin-derfrcudes (178392) in der Mitte. Soll man den Bildungstrieb dieserNation bewundern, die diese Dinge alle als Evangelien verschlang, odersoll man die Genügsamkeit verhöhnen, die sich an diesen kindischen undunsäglich läppischen Produkten kindisch freuen konnte? Es regnete nunKinderbücher, Kinderreisen, Kinderschauspiele (die erstem wohl von AugustRock >776), Kinderromane, Kindermährchen, Kindcrzcitschriften undBibliotheken Alles für die großen Kinder noch weit wichtiger, alsfür die kleinen. Lichtenberg's Jammer war es, daß man darüber dieMänner vergaß; er wollte im Ernst gehört haben, Jemand schreibe eineHebammcnkunst für Kinder: die Zeit ist reif, rief er, für die Geißeleines Juveual! Und ähnlich zürnte Merck über die Kalteschale unsererLiteratur, die in den Kinderschriften angerichtet werde: schon spielten dadie Mädchen mit ihren Herzen wie mit Schwefclhölzchen. Man hebe dasBeste aus jener ganzen Ungeheuern Masse aus, was im Besitz der Nationgeblieben ist, und man wird erstaunen, zu finden, daß selbst dies Bestenur durch seine Materie sich erhalten hat, daß nur die treffliche Wahlgerühmt zu werden verdient, nicht so die Behandlung. Oder was glaubtman, das sonst die Erzählungen aus der alten Welt vonKarl Fr. Becker,