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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Unmittelb. Einwirk. d. Wissenschaften u. Lebenszuständc. 315

genannten Männer und Andere, wie Salzmann, Salis, Trapp, Campe,Funke, W. Gottl. und Rud. Zach. Becker, Schmohl, Mahcl, Simonu. A., gingen wie Apostel in alle Gegenden Deutschlands aus und ver-breiteten die Philanthropie, oder doch den neuen Schwung, der in denBeruf der Schulmänner gekommen war. Anstalten entstanden und ver-gingen; einige, wie die bahrdtische in Heidesheim, die wolkische inPetersburg, hatten sehr kurzen Bestand; andere, wie Campe's (nachherTrapp's) bei Hamburg und Salzmaun's in Schnepfenthal (im Gothai-schen), hatten Ruf und Dauer, und die letztere pflanzte sich bis auf unsereTage fort. Besonders in der Schweiz zündete der pädagogische Eifer;auch hier dauerte eine Art Nebenbuhlerei mit Norddeutschland und Ham-burg fort. Hier hatten Jselin und Lavater, der Letztere sogar trotz seinerVerstimmung über Basedow's religiöse Ketzereien, die erste Ankündigungdes Reformators mit Begeisterung ergriffen. Die rousseau'schen Neigun-gen lagen hier näher, die empfindsame Menschenliebe Jselin's schwärmtefür diese Aussichten, in der vielerwähnten helvetischen Gesellschaft vonSchinzuach befestigte sich hier eine ständige Theilnahme. Der Entwurfzu den Ephemeriden der Mcnscheit ging von dieser Gesellschaft sogleichaus (1771), die die Zwecke der Vermenschlichung verfolgen sollte; undüber diesen Aussichten thaute sogar der Frost der Berliner auf, die in derallgemeinen Bibliothek von einem Orden der Kosmopoliten sprachen,der sich zur Förderung aller dieser edlen Ziele bilden sollte. Der Freiherrvon Salis gründete in Marschlinz (in Graubündcu) das erste Philan-thropin nach dem in Dessau, ein herrischer Weltmann, der, nichts weni-ger als philanthropinisch, seine Anstalt zu einer Erwerbsquelle machte.Aber ganz in anderem Sinne trat I. H. Pestalozzi (aus Zürich17461827) auf, der an den Ephemeriden gleich mitarbeitete. In sei-nen theoretischen Schriften ist die Schule Rousseau's unverkennbar.Sein redlicher Eifer machte in der Schweiz die Erziehungssache nochvolksthümlichcr als in Deutschland. Die Arbeit nach der Bildung derKinder reichte sich hier mit dem Bestreben, den Landmnnu zu bilden, in-niger die Hand, als es in Deutschland trotz vielen gelungenen Versuchender Fall sein konnte. Nach Pestalozzi's vortrefflichen Volksschrifteu bil-dete sich in Zürich eine moralische Gesellschaft von jungen Männern, dieden Kurzweil der Jugend leitete, den Kindern vorlas und für die an-wachsende Jugend schrieb. Es ist bekannt, daß Pestalozzi die goldeneZeit der Philauthropine in der Schweiz hervorrief; und es ist auch nichtunser Geschäft, hier darauf weiter einzngehen. In dem freien Lande ge-diehen diese Privatanstalten besser, als in Deutschland, wo herkömmlich