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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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259
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Unmittelb. Einwirk. d. Wissenschaften u. Lebcnszustluide. 259

und der Geisterwelt empfänglich werde, wie sein Auge für die Vibra-tionen des Tageslichts? Warum sollten sie es ihm verargen, daß er jeneallmächtige Natur, die sie anbeteten, daß er das spinozistische Ein undAlles in einem Sinne Gott nannte, von dem sie noch nicht wissen konn-ten, wie eng und beschränkt er ihn nahm? Daß er diesen Gott als denPautotypus des Menschen ansah, daß er dem Menschen an GottesNatur Anthcil gab, daß er die ihm Näheren die Begabteren nannte, daSAlles schmeichelte den Begriffen jener Jugend, die von dem Menschengern als einem Göttersohn dachte; und noch mochte er nicht Allen so^ bestimmt gesagt haben, was er später sagte, daß er unter diesem Gottenur den Christengvtt verstand, daß er die menschlichen Gaben nur srag-

> mentweise im Uuchristen, im Christen allein ganz und harmonisch fand,^ daß er Gott am eigensten angehörig nur die Gläubigsten nannte. SieD konnten seine noch unbestimmten und noch nicht ausschließcnd gewordenen

Lehren für eine Abart der Genielehre nehmen; die Geisteögaben konntenl ihnen als eine christliche Nebengattuug der Geuicgaben Vorkommen; undI Lavater selbst setzte die Ausdrücke Wunder und Genie in eine Reihe. Erf spannte daher, er überspannte diesen Begriff des Genies, er zerbrach ihn! dadurch. Er ist der Mann, der in der Mitte zwischen unsern Starkgeistern! und Klcingeistern die Spitze einnehmen muß, indem er von dem Einen

> zum Andern herabglitt. Er wollte von der Würde des Menschen nicht! groß genug gedacht haben, und mußte sich dabei gestehen, daß man vonj seiner Würdigkeit nicht klein genug denken konnte. Nimmt man diesen! Lätzen die christliche Färbung, so vereinigen sie die Merkmale des Stark-

gcisteS und des Kleingeistes. Faßt man den Gedanken des Mannes, diepatriarchalische Zeit des Christeuthums zu erneuen, den Glauben her-zustellen, der Berge versetzt, im Ganzen und Allgemeinen ins Auge, soscheint er wenigstens die gleiche Ehrfurcht zu verdienen, wie die Hoff-nungen der Dichter, eine reine Naturpoesie herzustellen, wenn der neueApostel uur ganz seinem Berufe hingegeben, und den eiteln Abziehungcnder Welt entfremdet erschiene; man würde ihn dann neben Herder ganzin der Reihe der genialen Umgestaltcr unseres geistigen Lebens sehen,während er jetzt, sobalv wir ans die kleinlichen Mittel blicken, mit denener zu wirken strebte, auf die kleinlichen Beweggründe, die ihn leiteten,auf die kleinlichen, ja sogar höchst lächerlichen Wirkungen, die ermachte, ganz zu den Kleingeistern herabsinkt, eben dadurch, daß er sichzur Karrikatur des Genies, zum Original unter den Originalgeniessteigerte. Er nannte sich selbst einen gebärenden Berg, und er war derder Fabel.

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