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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Übersicht der schönen Prosa (Romanlitcratur).

in unserer schönen Literatur auf Weg und Steg. Alle Romane sind mitsolchen Verbrüderungen ungefüllt; im Meister, in Jean Paul, in Knig-ge's Leben, seinen Romanen und ausdrücklichen Gelegenheitsschriften istAlles voll davon. Ein großes Musikwerk Mozart's ruht auf diesemGrunde; Bahrdt's letzte Ansicht vom Christenthum nicht minder. Manforschte wissenschaftlich nach den Mysterien der Alten; Stark's Buch überdiesen Gegenstand setzte in Bahrdt die Idee in Feuer, Christus habe denPlan gehabt, durch eine geheime Gesellschaft die von den Priestern ver-drängte Wahrheit zu retten. Hier fand er den ächten Schlüssel zu der Ge-schichte Jesu. Auch in Wieland's Geschichtsromane der späteren Periode,werden wir unten sehen, gehen diese Ideen vielfach ein. Wir haben andereRomane, deren ganzer Bau auf den Fundamentendes Ordenswesens ruht.Dahin gehört Hippel's AZ; und zu diesem müßten wir Jung Stil-ling's Heimweh (1794) stellen. Dies Buch drückt den endlichen völligenSieg des Verfassers über die Zweifel aus, die ihm Freigeistern undDeterminismus gemacht hatten. Er ward ihm durch die Crtreme erleich-tert, die auf der Seite des Unglaubens und der Aufklärung herauötraten.Die kantische Philosophie schien am leichtesten überwältigt, wenn mansie für ein unterirdisches Labyrinth erklärte, der französische Vernunftgvtzeam besten ignorirt, wenn man sich bei dem persönlichen Gotte der Christentröstete. Jung hatte gerade Tristram gelesen und wollte nach Hippel'sBeispiel diesen Styl reinigen und heiligen, allein er hält ihn nur auf dendrei ersten Seiten fest. Dazu hat das Ganze durchaus nichts mit Sternezu thun. Es soll den Christen auf seiner Heimwehreise, seine Ausbildungzum Kreuzritter in dem Tempel von Jerusalem, unter den Prüfungen desGeheimordens der Felsenmänner darstellen, und ist ausdrücklich gegen dieRitter vom flammenden Stern der Aufklärung geschrieben; die Erzählungist peinlich und gespenstig, weil man auch ohne den Schlüssel die klein-liche Allegorie überall durchmerkt. Es ist ein Roman, der völlig in demallegorischen bedeutsamen Sinne der Geschichtsgedichte des 17. Jahrhs.geschrieben ist, wie wir denn überall in dem phantastischen Getriebe dieserZeiten an Zustände jener früheren Periode erinnert werden. Da sich dieFührung eines jeden Kreuzritters im Allgemeinen gleich bleibt, so läßtsich erwarten, daß auch dieses Buch wieder Jung's eigenes inneres Lebenerzählt, nur in einer überweit getriebenen Allegorie, die es deutlich ver-rät!) , wie der Verfasser in späten Jahren immer mehr in die Blödheitseiner Jugend zurückging. Er überläßt sich zuletzt dem Geiste der Weis-sagung so ganz, daß er selbst die höhere Allegorie seines Romans nichtmehr enthüllen kann. Und so sehen wir ihn zuletzt in seiner Theorie der