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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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236 Uebcrficht der schönen Prosa (Romanliteratur).

halb der Wissenschaft selbst streng systematisch geleistet ward, kann unshier nicht angehen, wo wir mehr um die Methode und die Formen, alsum die wissenschaftlichen Ergebnisse bekümmert sind. Die reine Forschungder Gelehrsamkeit berührte nicht das Volk, sondern nur die Resultate,die in das öffentliche Leben bewegend eingingcn. Wir werden daher mehrnach den Menschen, als nach ihren gelehrten Leistungen, mehr nach derPolemik als nach dem Systeme, mehr nach der populären als nach derwissenschaftlichen Bedeutung der Schrifteil zu sehen haben, denn hierwar es, wo sich die Grenzstreitigkeiten einstellen, die uns angehen.

Bei weitem am merkwürdigsten sind sie in den Regionen derTheologie; denn hier war die Berührung ans verschiedene Weisebedeutend und von den merkwürdigsten Erscheinungen begleitet. Wirsind auf diese schon früher, in den Zeiten der Bremer Beiträgcr, hin-länglich vorbereitet worden. Zuerst hatten sich Religion und Poesie zugegenseitiger Förderung, in Klopstock's Tagen, die Hand gereicht. Schondamals aber spürte man gleichsam durch, daß die scheinbare Freundschafteine heimliche Unverträglichkeit untergrub. Denn in der That bereitetesich die Lebensfrage vor, ob die religiöse Kultur, die Deutschland 200Jahre beherrscht hatte, jetzt durch den neuen Schritt zur ästhetischenBildung sollte zurückgelegt werden, oder ob es ihr noch einmal gelänge,ihre Alleinherrschaft zu behaupten. Es war daher augenscheinlich, daßdie Religion damals nur ein politisches Bündniß mit der Poesie schloß,das ihr aber anders gerieth, als ihren ernsteren Wächtern erwünscht war.Sobald sich daher die Dichtung anfing in den Materien und Formenganz frei zu stellen, so erlebten wir noch so spät, daß sich die Geistlichengegen das Schauspiel waffneteu, eine Gattung, die dem Christenthumder ersten Jahrhunderte ein Greuel war und dem späteren vielfach geblie-ben ist. Unter den Geistlichen, die in die Bekanntschaft der BremerBeiträger oder in ihren Kreis selbst gehörten, war nicht allein die Ver-bindung zwischen Poesie und Religion gesucht, sondern auch die zwischenReligion und Philosophie, zwischen Glaube und Vernunft, zwischenOffenbarung und Natur. Denn in der Poesie namentlich spürte manbald den Mangel des poetischen Interesses in den tausendmal wieder-holten Sätzen der Bibel, und die Nothwendigkeit, ihren Lehren denBilderschmuck aus der Natur, den Gcdaukeugehalt aus der Philosophiehinzu zu thun. Wie nur aber diese letztere durch das poetische Bündniß

Mid der bekanntlich diese fruchtbare Erweiterung der Geschichtdbehandlnng eigentlich.erst eingefnhrt hat.^