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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Jean Paul.

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Gegensatz zu dem enttäuschten und enttäuschenden Bruder bringt, dasReale dem Idealen entgcgenwirft, dem guten Träumernach dem Festevec süßesten Brode das verschimmelte aus dem Brodschrank verschnei-det," das Alles ist vortrefflich, und das Auge, das hier Jean Paul aufdie menschliche Natur richtet, ist wahrlich mehr werth als jene sublimenBlicke in die Wolken und den Aether, in die Gcisterwelt und über dieSterne.

Das letzte Zeichen von Jean Paul's größerer Ruhe war sein Ueber-gang zu mehr wissenschaftlichen Arbeiten, den er mit der ganzen roman-tischen Periode im Anfang dieses Jahrhunderts gemein hat. Daß er sichhier einmal versuchen würde, lag so sehr in dem ganzen Gange seinerBildung, wie daß er es zu nichts Systematischem und Geordnetem darinbringen würde. Er hatte von frühe an alle Wissenschaften angefangen,aber er blieb keiner treu; seitdem er seine Schriftstellerei begonnen hatte,zog ihn jede an, aber nur insofern sie ihm Materie für seine anderenZwecke lieferte; ex pi-okesso war ihm sogar die Philosophie gleichgültig,der er sich bei Kant's Auftreten einmal ernstlich hingeben zu wollen schien.Sein Skepticismus mag auch dazu beigctragen haben, wie in allen die-sen faustischen Naturen, den Buchstaben der Wissenschaft gleich anfangszu verachten, der Empfindung und der Divination mehr anzuhängen,und des Details des Wissens sich nur wie kleiner Habe zum gelegent-lichen Gebrauche zu bedienen. Sein Durst nach Wissen, und sein poeti-sches Bedürfniß zugleich machten ihn zum dilettantischen Universalgenie:er strebte darin Herder'n und Leibnitz wie Idealen nach; er ergötzte sichgern an der Ausmalung eines Menschen, der Alles wüßte; unsere Be-stimmung suchte er in der Erweiterung unseres Inneren für alle Systeme,Schönheiten und Charaktere. Aber es war ihm nicht gegeben, bis zurErfassung des Ganzen in irgend einem Zweige der Wissenschaft vorzu-dringen. Er sah ganz richtig ein, daß alle Erkcnntniß nach einem Ein-heitspunktr hinstrebte; zu ihm zu gelangen forderte es in der Wissen-schaft allseitige Kenntniß, zu der er nicht Geduld hatte. So konnte.erum alle Wissenschaften nuranspielend spielener war ein gelehrterMann, sagte er, und wußte doch das Gewöhnlichste nicht, er war einIgnorant, denn er wußte von allen Wissenschaften." Durch alle seineWerke sind die Brosamen und Abfälle seiner gelehrten Kenntnisse in Phi-losophie, Juristerei, Medicin und Theologie aufgetischt, in derselben Kon-fusion, wie er zu Einer Zeit sich mit Meteorologie, Staatskunst, Moral,Literaturzcitungen und Kirchengeschichte lesend beschäftigte. Wie gernsucht er in seine Romane ein Tischgespräch, eine Reise u. dgl. Formen