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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
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Jean Paul.

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menschlichen Schwäche verfallen und den Gefühlen; und wie die Jarobi,Lavater und Jung einen persönlichen Gott haben mußten in Menschen-gestalt, so schien er einer individuellen Fortdauer zu bedürfen, obgleicher in dem Kampanerthal nicht- einmal denen viel Trost reichen dürfte,die eine persönliche Existenz verlangen. Mit wie finsteren Vorstellungenquälte sich nicht seine Phantasie in jenen Visionen von der Vernichtung,in jener Rede des todten Christus, daß kein Gott sei! Er sah uns hier aufder Erde alle wie Missethäter auf den Tod sitzen, und fragt: stehen wirnur die Todesangst aus, oder geht die Hinrichtung des menschlichenGeistes vor sich? Wenn Jean Paul selbst und seine Freunde bezeugen,daß ihm der Gegenstand der Unsterblichkeit für sein ganzes Leben diegrößte Aufgabe geblieben sei, so darf es uns doch ja nicht scheinen, alsob wir nun bei ihm, und besonders in dem Kampanerthal, das diesemThema ganz gewidmet ist, besondere Aufschlüsse oder Belehrungen, oderauch nur anderen Trost finden würden, als ihn sich Jeder in seinemHerzen geben kann, und vielleicht mit größerer Bescheidung geben wird,als Jean Paul. Er ist hier nur poetischer Ausleger der kritischen Philo-sophie, die ihn wie jeden denkenden Kopf gleich bei ihrer Erscheinungmächtig ergriff; die Philosophie wird ihm zur Dichtung, Spekulationzu Empfindung, die Schlüsseverdichten sich," oder lockern sich vielmehrzu Gefühlen. Noch treffender: er läßt die kritische Philosophie augen-blicklich aus dem Auge, und läßt sein Gefühl reden; und wie cs ihmgeläufig ist, jeder Musik Texte, jedem Traum Bedeutung, jeder Natur-srene Offenbarung und höhere Stimme zu leihen, so gibt er hier jederHoffnung Beweiskraft. Er gründet seine Haupthoffnung darauf, daßdas Reich des Schönen, Guten und Wahren, dies innere Universum,einen anderen Himmel brauche und eine höhere Welt; dem Umsang sei-ner lebhaften Einbildungskraft genügte dieses schmale Rund der Erdenirgends. Er fragt: wozu und woher diese außerweltlichen Anlagenund Wünsche in uns gelegt sind? Er läßt sich den Einwurf machen: zuErhaltung und Genuß des jetzigen Lebens. Und nun springt er zu seinengewöhnlichen Hyperbeln über:Also wurde ein Engel in den Körpergesperrt, um der stumme Knecht, Küchenmeister und Thürwärter deöMagens zu sein? Waren nicht Thierseelen im Stande, die Menschen-leiber auf den Obstbaum und auf den Tränkheerd anszutreiben?" Wirsehen, dies kann jedes Kind widerlegen, dem man von früh auf einge-lernt hat, daß die Menschenseele noch auf ein Anderes ausgetrieben wer-den soll, als auf den Obstbaum. Aber Jean Paul steht ganz auf jenemSatz der Fauste dieser Zeit: Alles oder Nichts! Wie wir ihn um die

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