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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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Humoristische Romane.

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ist nur zu begreifen, wenn man die Quellen kennt, woher es fließt. DasGanze enthält eigentlich nur eine Reihe von Portraits aus seiner Be-kanntschaft. Der Pastor und seine Frau sind seine Aeltern, der Herr vonG. ist der Kanzler von Korff, Herr und Frau von W. sind die Aelternder Pfleglinge, bei denen Hippel eine Zeit lang in Königsberg Hofmeisterwar u. s. f. Eine Reihe der handelnden Figuren sterben im Verlaufe derGeschichte weg, und werden dann regelmäßigportraitirt"°°) und miteiner Trauerrede begleitet. Durch das ganze Buch zieht sich eine gewisseSterbephilosophie, ein Verweilen bei TodeSseenen; Chodowiecki fand indem Buche fast nichts zu stechen als solche. Eldorado ist unter der Erde,dies ist der stete Refrain in den Querzügen wie in den Lebensläufen;viele Bogen dieser letzteren, sagt Hippel selbst,muß der unausstehlichfinden, der nicht die Stimme der menschenfeindlichen Eiche verstanden:aus mir wird einst dein Sarg geschnitten!" Eine Hauptfigur macht indem Werke ein Graf aus, der gern Sterbende aufnimmt, der immer mitden Todten verkehrt, dem in drei Jahren Frau und sieben Kinder nebstderen Bräutigamen und Bräuten gestorben sind. Milden Unterhaltungendieses hochgeborenen Todtengräbers über Christcnthnm und Tod undLeben will Hippel dem Leser einkaltes Badestündchen" machen, da wirdoch alle das kalte Bad des Grabes vor uns haben. All dies nun hatkeinen rechten Zweck und Ziel, überschreitet in sich alles Maß, und istan sich ein ganz sonderlicher Bestandtheil, auf welchen Hippel nur wiederdurch ebenso sonderliche Eigenheiten seiner Natur geführt ward. Er hatteschon aks Knabe diese Liebhaberei am Schauerlich-Ergreifenden; er be-hielt einmal die Leiche eines todtgeborenen Brüderchens, die aufseineStube gelegt war, des Nachts bei sich, hielt ihr eine Leichenrede, dachtean die Möglichkeit seines eigenen Todes und schlief dann ruhig ein. Undso blieb es bei ihm später ein stetes Bestreben, sich mit dem Tode vertrautzu machen. Dies Alles hängt mit seiner Erziehung zusammen, derenAbbild wir gleichfalls in den Lebensläufen erhalten. Sein Vater wareiner der achtungswecthen und verständigen Pietisten, seine Mutter hoch-fromm und praktisch dabei. Dieser zweigetheilte Charakter vererbte sichdem Sohne in einem gesteigerten Grade. Dies liegt in den Lebensläufender Schrift und der Wirklichkeit vor. Der Held des Buchs wie desLebens war im steten Kampfe zwischen weltlichem und geistlichem Berufe,

äO) Hippel über die Ehe >>. 18:Wenn der Künstler auf bloße Portraits ein-geschränkt ist, und keine Ideale mehr wagen darf, so agonisirt seine Kunst, und auchsein Genie liegt in den letzten Zügen."

Ger», d. Dicht. V. Bd.

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