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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
Seite
79
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Periode d. Originalgenies. Gvthc in Jtal. u. Schiller's Jugend 7i)

. Dichtung überall den Naturforscher zu suchen. Seit er mit dem phantasie-reichen Bussen bekannt geworden war, suchte er im Gebiete der Natur,! wie unmittelbar er ihr Detail stndirte, immer die allgemeinsten Ideen;er trug sich mit einerWelterschaffung," mit einer poetischen Gestaltungder Natur und Schöpfung, mit dem großen Gedanken, daß ein großer. Mensch den Bau der Erde sollte kennen und beschreiben können, wasihm Buffon im höchsten Sinne.gethan zu haben schien. Daß man dessenWerk einen Roman nannte, ärgerte ihn und er zeigte sich geneigt, ganzan ihn zu glauben; er blieb dessen Methode selbst dann noch getreu, daer schon seine Epochen verwerfen mußte. Ueberall suchte er hier nachIdeen, duldete keine Willkür, stieg immer von der Höhe herab, betrachteteSteine, Kräuter und Thiere immer ans gewissen entschiedenen Gesichts-punkten, er suchte nach einfachen Typen und Modellen des mannichfalti-^ gen Geschaffenen, wie der Künstler nach den Urformen der Gestalten.

! Wer daher Phantasie hat, wird seinensublimen und seltsamen Natur-l thronen, in denen er ganz als ein Dichteraus Wahrheit und Lüge eine' Drittes schafft, dessen erborgtes Dasein bezaubern kann," immer gerni zuhören, wie er selbst auf Buffon lauschte; wissenschaftlich kann manl sich, unbeschadet jenes Genusses, von ihm trennen, da er in der Thati mit seiner künstlerischen oder philosophischen Neigung zum Abschluß, zurz allgemeinen Anschauung voreilig in eine Zeit traf, die durch gemeinsameVerständigung erst im Großen die Natur zu beobachten und zu analysiren' begann, wozu er nach eigenem Geständnisse nicht geschaffen war, wozu! ihn seine dichterische Natur nicht gelangen ließ, der eine gewisse Betrach-j tung, eine gewisse Seite der Wirkung des Gesetzes schon genügtes. Soblieb er in seinen botanischen Studien an dem Einen künstlerisch groß-i artigen Gedanken hängen, daß man alle Pflanzcngestalten aus Eineri entwickeln könnte; er suchte nach dieser Urpflanze, diesem Modelle, ans^ dem er noch Pflanzen ins Unendliche erfinden wollte, und dasselbe Gesetzj wollte er dann auf alles Lebendige anwenden. Die Forschungen überl diese Metamorphose, die er in Italien mit äußerster Wärme und den

Bewährt den Forscher der Naturein frei und richtig Schauen,so folge Meßkunst seiner Spurmit Vorsicht und Vertrauen.

Zwar mag tu Einem Menschenkindsich Beides auch vereinen,doch daß es zwei Gewerbe sind,das läßt sich nicht verneinen.