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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
Seite
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40 Umst. d. konvent. Dicht, durch Verjüng, d. Naturpoesie.

Literatur bekannt geblieben. Seine Jugenddichtungen blieben in denAlmanachen verborgen; sie mißfielen schon den Bündnern durch die son-derbare lyrische Unordnung, mit der er seinen ungeordneten Kopf ver-bergen wollte, sowie er persönlich, das eigentliche Kraftgenie in diesemKreise, mit seinem übermäßigen Selbstgefühle und Dünkel abstieß. AuchFr. Hahn's (ff 1779) Gedichte^) waren nicht ohne solche geniale Ver-zuckungen, er starb unreif, immer ein Menschenhasser, sagtVoß, der sonstauf sein Talent am meisten hielt. Das Schicksal eines frühen Todeshatte auch P. W. Hensler (aus Preez 174779) und L. H. Chr.Hölty (aus Mariensee 174876), deren Gedichte ihr Freund Voß(178283) hcrausgcgeben hat. Hensler, wie er nicht zum Bunde ge-hörte, gehört auch in seinen Epigrammen und Erzählungen mehr derältern Zeit au, und nur in seinen Romanzen sucht er sich Bürger): zunähern, so weit es sein heiterer Sinn zuläßt. Hölty macht in seinemCharakter zu Hahn und Ccamer einen'Gegcnsatz, wie etwa seine sanftenelegischen Lieder den pomphaften Oden oder schaurigen Romanzen diesesKreises gegcnüberliegen, die ihm daher beide mißriethen, so oft er sieversuchte. Noch weicher, empfindsamer, frömmer, liegen jenen Geniali-täten in größerer Plattheit F. Th. I. Brückner (aus dem Mecklen-burgischen 17461805) gegenüber und I. Martin Miller (aus Ulm1750 1814). Brückner, ein Mann von weicher Gemüthsart, lebtedürftig, siech, ohne Freude in Groß-Vielcn als Pastor, versuchte sich anSchauspielen, wohl wissend, daß es ohne Beruf geschah, und hat nureinige Bedeutung in der Idylle, die in diesem Bunde eine Art kanonischerGattung wurde, und vortrefflich die häusliche Seite der patriotischenGesellschaft darstellt. Ihm mißfielen die großwortigen Oden und diefreigeistigen Heldengesänge der Schönborn, er vermißte das Christenthum darin; und so verließ auch Miller seine anfängliche Richtung, gabseine zärtlichen Minnelieder und einfältigen Naturgesänge auf, artete imLyrischen in Künstelei aus, und warf sich auf empfindsame Romane.Wie wenig unter diesen die sinnliche Leidenschaft und der Sturm undDrang der göthe'schen Schule war, sieht man daraus, daß Miller, derganz zu Zärtlichkeit geschaffen schien, der, schon seines Vaterlandes we-gen, als der Vorsinger der Minne, als der Eingeweihte, als der Dichterder Liebe in dem Bunde galt, gelegentlich Voß fragen muß, ob wohl seinGefühl gegen ein gewisses Mädchen Liebe sei! Mau begreift daher auch

18) Es scheint, sie sind 1786 gesammelt; wir kennen sie aber in dieser Aus-gabe nicht.