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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
Seite
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38 Umst. d. konvent. Dicht, durch Verjüng, d. Naturpoesic.

begegnet wäre, wenn nicht ein ähnlicher Spleen Beide von da vertriebenhätte"). Ganz war er auch für Herder eingenommen, so lange dessenerste Wärme und Entdeckungsunruhe dauerte, seine Urkunde war ihmeine Erscheinung in den Wolken, au den Provinzialblättern fand er be-sonders Behagen. Allein gegen seine Abhandlung vom Ursprung derSprache hatte er ein Aber: ob er ernstlich meine, daß alle Sprachendiesen Weg Rechtens entstanden seien, oder ob er eine Sprache ausnehme,die Moses erwähne, und die den Weg der Güte gekommen? Weiterhindrohte eine Art Bruch zwischen Beiden zu entstehen, als Claudius dasunverstandene Buch äo» eimeui-s äe la voi-ile (vom Marquis St. Martin)übersetzte und empfahl, und nun mit Lavater ganz zusammengeworfenward; Voß sah ihn damals unrettbarer in Frömmelei versinken, als denfrühe dazu ausgeprägten Stolberg; Herder entfernte sich immer mehrvon ihm, je mehr er die Vernunft und Naturreligion mit dem Christen-thume zu versöhnen strebte, während Claudius mit einer großen Verach-tung das Alles verwarf. Die Religion aus der Vernunft verbessern kamihm vor, als ob er die Sonne nach seiner hölzernen Hausuhr stellenwollte; die Philosophie sei ein Hasenfuß, mit dem man die Statue ab-kehren, aber nichts daran bildhauen könnte; ihm war die Philosophie soentbehrlich zur Religion, wie die Kunst zur Musik und Dichtung. Er-höhte daher auch eben so sehr das Kopfbrechen an den Religionsgeheim-nissen; erdachte, sie seien ebendarum Geheimnisse, daß wir sie nichtwissen sollen, bis es Zeit ist, und er hörte gar nicht, daß man fragte, obdas denn wirklich Geheimnisse sind, die man dafür ausgibt. In denchristlichen Briefen (an Andres), die mit das Bezeichnendste aus seinenSchriften sind, argnmeutirt er so: Er habe nur Ein Geheimniß, Tintezu machen; nun solle die Vernunft doch a priori sein Reeept rathen!was Einer aber nicht wissen könne, darüber könne er nicht urtheilen.Daß aber nicht blos apriorische Philosophie, sondern auch chemischeZergliederung an seine Tinte geratheu könnte, fällt ihm gar nicht ein.Und findet es die Vernunft dann aus, fährt er fort, habe ich darum

14) Moser hatte ihn nach Darmstadt berufen, zum Redakteur einer neu gegrün-deten Landzeitnng. In einem Berichte von 1779 sagt denn Moser: er sei zu faul ge-wesen, habe nichts thun mögen als die Vögel singen hören, Clavier spielen und spazierengehen, hätte die Luft nicht vertragen, sei in eine tödtliche Krankheit gefallen und dannvon selbst zu seinen Seekrebscn wieder zurückgcgangen ! WaS man auch von Moser'SUnparteilichkeit in diesem Falle halten mag, es ist dies sprechend charakteristisch fürNaturen von Claudius' Schlage.