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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
Seite
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Periode der Originalgenies.Wieland's Schule. IM

sprang, im Staate nichts, als Wilder Alles missen wollte, in der Stadtnur Teufel, in der Höhle nur Engel sah. Von diesen moralisirendenGedichten machte nachher Nirolay wie Wieland den Uebergang zu denrein darstellenden, und das schon Anfangs der 70er Jahre. Er behandelteeine Reihe Episoden aus dem Ariost (Richard und Melisse, Galvine,Alcinens Insel u. A.) ganz in Wieland's Manier, ganz in jener wohl-meinenden und bescheidenen Gesinnung, die das kleine Vergnügen desSchreibenden dem Leser wieder bereiten will, der trauliche und stilleLektüre vor lauter Freude liebt. Er fühlte sich wie Thümmel zu denMusen gezogen durch das Zauberband des Selbstgenusses, wollte dichtenaus reinem Herzen für reine Herzen, und die jungen Leser abwehren,die beim Lesen freier Lieder ein geiler Kitzel steche, aber auch die Sitten-richter, die von dem Dichter nur Predigten begehren. Nachdem er denAriost aus diese Weise zerpflückt hatte, wandte er sich in ein klippenvolleresMeer, zu der unreineren Fluth des Bojardo; ihn behandelt er mit mehrFreiheit, und ergötzt sich an dem Versuche mehr auf eigenem Fuße zustehen; Ariost soll ihn mahnen, des Bojardo Leier der Klugheit undEhrbarkeit getreuer zu behandeln, nur attisch zu lächeln, wo jener sardo-nisch lacht. Hier wagt er sich auch schon in größere Räume; Reinholdund Angelika (1781 re.) füllen 12 Gesänge und in den vermischten Ge-dichten (1778 86) drei Bände. Hier begeisterte ihn Oberon, und imfünften Gesänge bietet er sich Wielanden geradezu auf seiner Bahn zumGesellschafter an, wo noch Raum für ihn und einen Dritten sei, beneidetihn wie Thümmel um seinen Bilderreichthum, um seine Kunst die sprödeSprache zu zähmen, die sich ihm sträubt, um seine Zaubergabe, dieBlumen des sanfteren Himmels im Norden stärker duftend zu ziehen,und fragt ihn, ob ihm schon von seinen Dichtungen etwas zugekommensei?-H Als den Dritten auf jener Bahnbot sich Wielandcn und

4) Vermischte Gedichte Bd. 7. x. 7.

Zuletzt und unter uns gestehe mir,

o Wieland, hat die Sage dir

noch keines meiner Lieder von der Ritter Thaten

und von der Feien Macht verrathen?

und hat ste's, welchen Rath ertheilst du mir?

Dein süßes Lächeln stärket mich rc.

5) Alringer's Werke (10 Bände) 7, 166.

Und weil ich schon die Bahn, die schöne Bahn beschritten,die du (Nicolay) mit Wieland tratst, ihr beide lang allein,so denk', auf dieser Bahn sei auch für einen Drittennoch Raum genug, und mich laß diesen Dritten sein.

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