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5 (1853) Mit einem vollständigen Register über alle fünf Bände
Entstehung
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20 Umst. d. konvent. Dicht, durch Verjüng, d. Naturpoesie.

v. Nieolap Joh.'Baptist Alringer an (aus Wien 1755 97), ein .Mann von dem ähnlichen Charakter (nur mit dem Beisatze des höfischen,aristippischen Lebens der wiener Welt), der sich den herzlosen, egoistischen,starkgeistigen Genialitäten entgegenwars, und vor ihnen auf jene Ritter-stoffe sich zurückzog, in denen ihm die Stimme der Tugend vernehmbarblieb. Er war durch Eckhel für die klassische Literatur eingenommen undverachtete das Seinewasser und den englischen Punsch; er dichtete nochlateinisch, und in seinenlkebersetzungen und Dramen merkt man die antikeRichtung durch, leider aber auch die Umgebung der Riedel und Haschka,der Blumauer, Retzer, Leon, Ratschky n. A., in deren Gesellschaftkein Aufschwung, keine Poesie und keine Sittlichkeit zu erbeuten war.Wie persönlich, so stellt sich auch literarisch Alringer in unerquicklicheFreundschaften: Uz, Weise, Göckingk sind seine Lieblinge, Adelung seinIdeal, und daß er sich Wieland's Herz ersang, ist sein höchster Triumph.Seine Rittergedichte Doolin (1787) und Bliomberis (1791) habenlange nicht einmal Nicolay's oder Wieland's Darstellung, und in deneingeschobenen lehrhaften Stellen weit nicht ihre Lehrgabe; sie sind nochviel farbloser, sie schöpfen schon aus der unlauterstenQuelle von Florian,dessen Numa Pompilius der Wiener Dichter in breite Verse bringenmochte! Er behandelt dies Alles ernst, wie Wieland nie; dafür erhielter an Blumauer seinen Gegensatz in Wien, der ganz auch in Wieland'sNachfolgerschaft gehört. Er sagte diesem selbst, daß er seine Lust zudichten ihm zu danken habe; dafür schien Wielandcn die travestirtcAencis genug, um damit den Ruhm von zwanzig Anderen zu erwerben!In Wien schien überhaupt, wie noch viel später, so auch schon jetzt fürdas romantische Epos eine vorwiegende Neigung zu liegen. Zu Alringergehört noch Fr. Aug. Müller (aus Wien 1767 1807), der gleichfallsim wicland'schen Geschmack einen Richard Löwenherz, einen Alfonso (beide1790) und Anderes gedichtet hat. Bei ihm, bei Alringer und bei dessenFreunde A. G. Meißner (aus Bautzen 17531807), der auch vonFlorian Vieles gelernt hat, verwässerte dieser Rittergeschmack so, undging wörtlich und figürlich so in Prosa über, daß der Gegensatz derRomantiker eine Art Nothwendigkeit ward, die diesen Stoffen ihr reinesGewand herzustellen trachteten. Meißner hängt von zwei Seiten mitWieland zusammen, durch seine Geschichtsromane, auf die wir wohl nochmit einem Worte zurückkommen, und durch seine Skizzen (seit 1778).In dem Sinne, in dem man Wieland mit Ariost verglichen hat, durfteman Meißner's Skizzen mit dem Dekameron des Boceaz vergleichen; siestellten sich gegen die gereimten Erzählungen unserer Geliert, Pseffel und